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Barrieren im Kopf

In den Beruf einzusteigen und Karriere zu machen ist für fast jeden anstrengend – für Menschen mit Behinderungen ist dieser Weg oft gar nicht erst möglich, oder er wird durch Vorurteile und andere Hürden stark erschwert. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch sehr frustrierend für alle Betroffenen.

Silke Hoock von ZEIT Online hat sich diesen Sommer im Artikel „Die Barriere in unseren Köpfen“ mit der Situation von Menschen auseinandergesetzt, die zwar die Fähigkeiten und Qualifikationen für einen anspruchsvollen Arbeitsplatz mitbringen würden, aber wegen ihrer Behinderung keine Chance bekommen.
Unser Linktipp der Woche!

 




Inklusion an der Wahlurne

Wahlen sind der Moment einer Demokratie, in der Bürgerinnen und Bürger den mit stärksten Einfluss auf die Politik und die Gesellschaft nehmen können, in der sie leben möchten. Sie können am Wahltag derjenigen Partei ihre Stimme geben, die aus ihrer Sicht sie selbst und ihre Meinung auf politischer Ebene am besten vertreten kann. Diesen Sonntag (24. September 2017) ist es wieder so weit: Die Deutschen dürfen ihre politischen Stellvertreter in den Bundestag wählen und so mitentscheiden, wer das Land für die nächsten vier Jahre regieren und Entscheidungen treffen soll.

Das Wahlrecht gilt aber nicht für alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger. Rund 85.000 Menschen in Deutschland sind von der Wahl ausgeschlossen. Ein Teil davon darf deshalb nicht an die Urne, weil sie oder er eine Straftat begangen hat, schuldunfähig ist und deshalb in der Psychiatrie untergebracht ist. Der weitaus größere Teil, nämlich rund 81.000 Menschen, dürfen dagegen deshalb nicht wählen, weil sie eine geistige Behinderung haben und mit gesetzlicher Betreuung leben. Unser Linktipp der Woche dreht sich um genau dieses Thema: Was ist das für eine Regelung, die das so festlegt, warum gibt es und sie und wer genau ist davon betroffen?
In knapp 19 Minuten erklärt die Deutschlandfunk-Journalistin Claudia van Laak in einem schönen Hörfunk-Beitrag sehr anschaulich die Zusammenhänge hinter diesem Thema. Sie lässt dabei viele Menschen zu Wort kommen, die von der Ausschluss-Regelung oder anderen Barrieren beim Wählen betroffen sind. Und sie erläutert auch, woran die bisherigen Anläufe gescheitert sind, das Wahlrecht zu reformieren:

 „Außen vor: Inklusion an der Wahlurne“ Deutschlandfunk-Podcast von Claudia van Laak

Wer den Beitrag nicht hören möchte oder kann, sondern lieber lesen will: Hier hat der Deutschlandfunk den Podcast noch einmal vollständig aufgeschrieben.




Roboter Schorsch arbeitet mit Menschen mit Handicap

Schorsch ist nicht aus Fleisch und Blut, aber trotzdem ein gern gesehener Kollege in einem inklusiven Unternehmen in Baden-Württemberg. Er ist ein Assistenzroboter, sein richtiger Name – nicht so klangvoll wie Schorsch, aber passend zu seiner Aufgabe – ist „APAS assistent“. Er wurde von der Firma Bosch entwickelt, das Fraunhofer-Institut hat ebenfalls mitgewirkt und gefördert wurde Schorsch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Der Roboter übernimmt seit einiger Zeit bei der ISAK gGmbH  (Abkürzung für „Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Körperbehinderte“) die körperlich anstrengenden Arbeiten in der Produktion. Schorsch ist es damit zu verdanken, dass nun auch Menschen in der Montage mitarbeiten können, die mit körperlichen Behinderungen leben und deshalb keine körperlich allzu belastenden Aufgaben übernehmen können.

Website-Screenshot des Projektes AQUIAS

Vorschau auf die AQUIAS-Projekt-Website

Der neue metallene Kollege bei der ISAK ist Teil des Projekts „AQUIAS“ (die Abkürzung steht für „Arbeitsqualität durch individuell angepasste Arbeitsteilung zwischen Servicerobotern und schwer-/nicht behinderten Produktionsmitarbeitern“). Er ist der erste Roboter in Deutschland, der extra für den Zweck entworfen wurde, mit Menschen zusammenarbeiten und diese am Arbeitsplatz zu unterstützen, die eine Behinderung haben. Mit dem Projekt wollen die Initiatoren die zukünftige barrierefreie Zusammenarbeit von Robotern und Menschen erproben und damit bestenfalls den Weg für einen inklusiveren Arbeitsmarkt ebnen. Wie das im Arbeitsalltag und unter verschiedenen Voraussetzungen funktionieren kann, sollen jetzt weitere Testläufe zeigen, die bis zum Jahr 2019 geplant sind.

⬈ Unser Linktipp für euch zu diesem Thema: Dieser schöne Artikel aus der Südwest-Presse über Schorsch und seinen menschlichen Kolleginnen und Kollegen und die Webseite zum dahinterstehenden Projekt AQUIAS.

 

 

 




Bewerbungstipps für Menschen mit Handicap

Damit es mit der Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch für Menschen mit Behinderung klappt, muss unter anderem die Bewerbung überzeugend sein  – und das darauf hoffentlich folgende Vorstellungsgespräch ebenfalls. Was Menschen mit Handicaps beachten sollten, wenn sie eine Bewerbung schreiben – etwa, ob sie zum Beispiel ihre Behinderung bei der Bewerbung angeben sollen oder nicht –, erklärt Petra Strack von der Aktion Mensch in diesem kleinen Ratgeber-Artikel:

„An die Arbeit“ – Artikel mit Bewerbungstipps der Aktion Mensch („Menschen – Das Magazin“)

Übrigens: Oben rechts auf der Seite kann der Artikel auch als Audio-Datei angehört werden!




Hilfe und Schutz für Mädchen mit Handicap, die Gewalt erfahren

Unser Linktipp zum Wochenende hat ausnahmsweise nichts mit dem Thema Arbeit zu tun. Wir finden aber, dass dieses Projekt unbedingt einen Hinweis verdient, weil es dabei um ein besonders wichtiges Thema geht: Um Gewalt nämlich, und zwar insbesondere um Gewalt gegen Mädchen mit Behinderung. Sie sind leider besonders oft solchen furchtbaren Situationen ausgesetzt und brauchen umso mehr passende, niedrigschwellige Hilfsangebote.

Das Mädchenhaus Bielefeld e. V. hat aktuell genau so ein Beratungsprojekt ins Leben gerufen, das vom Land NRW gefördert wird: Das Portal „Mädchen sicher inklusiv“ wendet sich explizit an Mädchen und junge Frauen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen, die Gewalt erfahren haben, in einer Krisen- oder Notsituation stecken, sich nicht verstanden oder alleine mit ihren Problemen fühlen oder Hilfe und Schutz vor Gewalt suchen. Dazu stehen im Portal viele Informationen in gut verständlicher Sprache bereit, das Mädchenhaus bietet auf der Seite aber vor allem eine Online-Beratung und eine Telefon-Hotline an. Die Beraterinnen und Berater weisen auch gern den Weg zu einer Kontaktperson in der Nähe, die beraten, unterstützen und natürlich auch vor akuter Gewalt schützen kann.

Screenshot des Gebärdensprach-Videos auf dem Portal "Mädchen sicher inklusiv"

Ein Video erklärt das Projekt und die Angebote der Seite in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln.

Die Inhalte und Angebote der Seite sind übrigens nicht nur in der deutschen Alltagssprache aufbereitet, sondern stehen auch in Deutscher Gebärdensprache (DGS), in Leichter Sprache sowie auf Türkisch zur Verfügung.

Wichtig bei all dem: Keines der Mädchen, das dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, braucht seinen Namen oder persönliche Daten anzugeben, wenn es das nicht will. Die Ansprechpersonen im Mädchenhaus sichern außerdem zu, dass niemand von der Kontaktaufnahme erfährt, es gilt also eine Schweigepflicht für die Beraterinnen und Berater. Natürlich wird auch nichts unternommen, was nicht vorher mit dem Mädchen oder der jungen Frau abgesprochen ist, die sich beraten lässt oder Hilfe und Schutz sucht.

↗ Hier geht es zur Projektseite „Mädchen sicher inklusiv“!




Auch mit Behinderung im Wunschberuf arbeiten

Einen Job in einem „normalen“ Betrieb zu finden, ist für viele Menschen mit Handicap oft alles andere als einfach. Es gibt in vielen Regionen Deutschlands einfach nicht genug Beschäftigungsmöglichkeiten, was allerdings weniger an der fehlenden Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber liegt. Oft scheuen sich die eher die Unternehmen, Menschen mit Behinderung als neue Mitarbeiter in Betracht zu ziehen.

Die Lebenshilfe Bamberg hat vor einiger Zeit eine Initiative gestartet, mit der sie das in der Region im Süden Deutschlands Schritt für Schritt ändern will. Die Idee der „integra MENSCH“-Initiative: lokale Akteure aus Wirtschaft und Politik in und um Bamberg zusammenbringen, auf diese Weise ein Netzwerk knüpfen, aus dem neue berufliche Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung entstehen, und regionale Betriebe so gezielt in den Prozess der beruflichen Inklusion einbinden.
Die Initiative kooperiert also mit immer mehr Betrieben und Einrichtungen aus der Region und bringt sie mit Berufseinsteigern zusammen, die ein Handicap haben. Darüber hinaus stellt sie so genannte „Integrationsbegleiter“, die die betrieblichen Neueinsteiger im Arbeitsalltag unterstützen und begleiten.
Der Prozess beginnt in der Regel mit einem Praktikum, bei dem beide Seiten schauen können, ob sie zueinander passen. Die Job-Anwärterinnen und -Anwärter lernen in dieser Zeit ihre künftigen Arbeitsaufgaben kennen und können sich in ihrem Tempo einleben und entfalten. Wenn das gut klappt und der Betrieb wie auch die Berufseinsteigerin oder der Berufseinsteiger zufrieden sind, können die jeweiligen Betriebe eine Patenschaft für ihre neue Mitarbeiterin oder ihren neuen Mitarbeiter übernehmen. Der Arbeitgeber bleibt trotzdem die Initiative integra MENSCH. In und um Bamberg sind so schon über 130 Patenschaften entstanden: unter anderem bei der Lebenshilfe selbst, bei verschiedenen Einrichtungen der Stadt Bamberg, im Musikhaus Thomann im nahen Ort Treppendorf, im lokalen REWE-Markt, auf einem Pferdehof in Bischberg, in einer Bamberger Metzgerei und in Metallbau- oder Malerbetrieben direkt am Ort.

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Hintergrundinformationen.Ein schönes Beispiel für die gelungene Vermittlung der Initiative in ein Bamberger Unternehmen ist die 19-jährige Bettina Roth, die das Down-Syndrom hat und seit einigen Monaten in einem Pflegezentrum im Bamberg-nahen Heiligenstadt arbeitet. Wie es dazu kam und wie ihr Arbeitsalltag heute aussieht, könnt ihr in dieser Reportage auf inFranken.de* nachlesen. Weitere Informationen zur Initiative findet ihr unter www.integra-mensch.de.

*inFranken.de ist das größte Informations- und Serviceportal in der Region Oberfranken.




Kommunizieren ohne Hürden

Kurz eine Mail tippen, eben den Kontostand prüfen, fix den Weg für den nächsten Termin heraussuchen: Vieles lässt sich heute mit ein paar Klicks im Internet erledigen, was früher kompliziert und langwierig war.
Doch so einfach und selbstverständlich ist es nicht für jeden. Gerade das Web kann für viele Menschen voller Hürden sein, die sie teils kaum oder gar nicht überwinden können. Was in der Realität beispielsweise Treppen ohne Rampen sind, sind im Internet etwa zu kleine Schriftgrößen, unübersichtliche Webseitenstrukturen, schlecht programmierte Seiten oder schwer verständliche Texte.
Damit das in Zukunft besser wird, muss auch in der Internet-Kommunikation viel selbstverständlicher an Barrierefreiheit gedacht werden – doch was das genau bedeutet, wissen nur einige wenige Experten genau.

Unser Linktipp der Woche: dieser ↗ Artikel von Spiegel Online über Barrierefreiheit im Netz und einen der wenigen Spezialisten auf diesem Gebiet, den Dortmunder Webdesigner Jan Hellbusch.




Digitale Lösungen für inklusive Bildung im Beruf gesucht!

Facebook, youtube & Co sind nur ein kleiner Teil der vielen digitalen Medien, die in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben eine immer größere Rolle spielen – mit positiven, negativen und auch noch nicht abzusehenden Auswirkungen. Für die positiven Effekte im Zusammenhang mit dem Thema Inklusion und Bildung interessiert sich aktuell das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ganz besonders. Mitte Februar 2017 hat es extra dazu ein neues Förderprogramm gestartet: „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“. Bildungsträger wie zum Beispiel Hochschulen, aber auch Verbände und Unternehmen können daran teilnehmen und Ihre Ideen für besonders inklusive IT-Konzepte einreichen – Projekte und Entwicklungen etwa, die Lern- und Arbeitsprozesse vereinfachen, die berufliche Bildung fördern oder bestehende Strukturen in Betrieben und Organisationen verbessern oder vernetzen helfen. Besonders vielversprechende Ideen fördert das Ministerium bis zu drei Jahre lang.

…und wie geht das genau? Bewerbungsverfahren und Fristen

Wer sich mit seiner Idee bewerben möchte, kann das entweder bis zum 31. März oder bis 15. Juli 2017 tun. Die Projektskizze muss beim Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) eingereicht werden. Das Zentrum übernimmt die erste von zwei Bewerbungsstufen und bewertet die digital und schriftlich eingereichten Ideen.
Wenn die Projektskizze positiv beurteilt wird, muss der Urheber anschließend einen förmlichen Förderantrag beim BMBF stellen – das ist die zweite und letzte Stufe des Verfahrens.

Mehr Informationen auf dem Internetportal „qualifizierung digital“ des Ministeriums: ↗ „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Kalender-SymbolAuf zur CeBIT!
Passend zum Thema eröffnet heute auch die beliebte IT-Messe „CeBIT“ in Hannover wieder ihre Pforten. Die Veranstaltung hat jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt, dreht sich aber immer um den digitalen Wandel und die Möglichkeiten und Chancen, die daraus für die Wirtschaft entstehen. Dieses Jahr lautet das Motto „d!conomy – no limits“. Über 3000 Unternehmen und mehr als 400 Start-Ups präsentieren dazu vom 20. bis zum 24. März 2017 ihre neuen Geschäftsmodelle. Interessierte sind während dieser Zeit eingeladen, sich auf der Messe zu aktuellen Trends der IT-Branche zu informieren, technische Neuheiten zu bestaunen, am Konferenz-Programm teilzunehmen oder sich mit anderen aus der Branche zu vernetzen.

Mehr Infos gibt es auf der CeBit-Webseite.




Barrierefreiheit in Echtzeit

Kurze Sätze, Passiv, Genitiv und Konjunktiv vermeiden, viele Absätze einfügen: Das sind, grob zusammengefasst, die Regeln der Leichten Sprache. Diese Variation des Deutschen ist dazu gedacht, die komplexe Grammatik des Deutschen so stark zu vereinfachen, dass jeder Mensch den Inhalt eines Textes gut verstehen kann – also auch diejenigen, die zum Beispiel keine Muttersprachler sind oder aus anderen Gründen alltägliche Texte kaum verstehen können.

Ein tolles Konzept, das nur einen einzigen kleinen Haken hat: Leichte Sprache ist in Deutschland bisher vor allem eine Schriftsprache. Sie kann also gelesen werden, wird aber (noch) nicht in Echtzeit gesprochen. Oder doch?

Anne Leichtfuß würde hier wohl vehement protestieren, denn ihr Job ist genau das: Live und simultan in Leichter Sprache reden, also komplexe Inhalte in leicht verständliche Sätze übersetzen  zum Beispiel bei Veranstaltungen. Sie ist bundesweit bisher die einzige, die diesen Job hat, die also als Simutandolmetscherin für Leichte Sprache arbeitet. Die TAZ hat dazu im letzten Jahr einen schönen Artikel veröffentlicht, den wir als Linktipp der Woche heute noch einmal wärmstens empfehlen möchten.

↗ zum TAZ-Artikel über die Quereinsteigerin Anne Leichtfuß

Wer mehr zur Leichten Sprache wissen möchte: Wir haben hier auf unserem Blog vor einigen Wochen ein Video über das Lebenshilfe Büro für Leichte Sprache Ruhrgebiet gepostet, das sich unter anderem auf das Schreiben von Texten in Leichter Sprache spezialisiert hat.

 

 




Ein Portal zur Jobsuche für Menschen mit Handicap

Es gibt Zeiten im Leben, die für fast jeden sehr aufreibend und aufregend sind, weil damit ein neuer Abschnitt beginnt. Dazu zählt zum Beispiel, den ersten oder einen neuen Job zu finden. Man muss sich in dieser Zeit viel mit sich selbst und den eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen auseinandersetzen, Lebensläufe und Bewerbungen schreiben, Stellenanzeigen lesen, sich schließlich bewerben und hoffen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wenn das gut klappt und beide Seiten zusammenpassen, darf man schließlich den ersehnten Arbeitsvertrag unterschreiben.

Wenn sich dieser Prozess besonders lange hinzieht und trotzdem nicht zum Erfolg führt, wird aus der anfangs noch vorhandenen Motivation oft schnell großer Frust. Spätestens, wenn sich die Absagen häufen, ist fast jeder verzweifelt. Das erleben Menschen mit Handicap leider nach wie vor besonders häufig: Sie suchen im Schnitt ganze drei Monate länger nach einer geeigneten Stelle als nicht behinderte Menschen. Der Grund dafür sind entweder Arbeitgeber, die sich davor scheuen, Menschen mit Behinderung einzustellen, oder durch die Behinderung vorhandene Einschränkungen, die sich nicht mit dem Job vereinbaren lassen.

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Das im Dezember 2016 gegründete Jobportal „Capjob“ hält auch einen Blog zum Stöbern bereit. Hier geht es zur Seite: ↗ www.capjob.de

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Dieses Problem will die Online-Jobbörse „Capjob“ lösen und so eine große Lücke schließen. Hier inserieren ausschließlich Unternehmen, die explizit Menschen mit Handicaps ansprechen wollen. Ansonsten funktioniert das Jobportal aber wie jedes andere auch: Interessierte können nach Jobs suchen, ein Profil mit Lebenslauf und weiteren Informationen anlegen und sich über neue Angebote auf dem Laufenden halten lassen. Dazu gibt es noch einige Sonderfunktionen. Die Interessenten können zum Beispiel das eigene Handicap in die Suche mit einbeziehen und die Stellenangebote danach filtern – oder gleich im digitalen Lebenslauf die Hilfsmittel angeben, die sie am künftigen Arbeitsplatz brauchen werden. –