Schlagwort: Inklusionsunternehmen

„Kuschelkurs geht nicht, wenn man im Wettbewerb bestehen muss“

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Sie hat es geschafft: Für Adelheid Hoffbauer steht die Rente an. Nur kann sich im Integrationsunternehmen »Die Brücke« in Bad Lippspringe niemand ein Arbeiten ohne sie so recht vorstellen. Sie ist nicht nur Selfmade-Unternehmerin, sondern auch die Mitgründerin der Wäscherei in Ostwestfalen. Der Betrieb expandiert und ist voriges Jahr in eine neue Produktionshalle am bisherigen Standort gezogen. Momentan arbeiten hier 33 Menschen, davon 16 mit einer Behinderung. Und es gibt noch ehrgeizigere Pläne: Die Geschäftsleitung strebt eine Verdoppelung der Kapazitäten und der Beschäftigten innerhalb von drei Jahren an. 60 Menschen sollen hier künftig insgesamt arbeiten. Adelheid Hoffbauer will dann allerdings schon in Rente sein. „Definitiv“, sagt sie und nickt ihrer Schwiegertochter Christiane Hoffbauer zu, die neben ihr sitzt. Die junge Diplom-Pädagogin ist für die psychosoziale Betreuung im Unternehmen verantwortlich und wird einmal die Geschäftsführung der Wäscherei übernehmen. Und noch ein weiteres Familienmitglied arbeitet in diesem Betrieb: Adelheid Hoffbauers Tochter, die Ende 1996 zugleich einer der Hauptgründe war, »Die Brücke« überhaupt aus der Taufe zu heben. Die Gründung war ein großer Schritt „Meine Tochter hat eine Lernbehinderung. Das Unternehmen sollte ihr und anderen Menschen mit Behinderungen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz bieten“, sagt Adelheid Hoffbauer. »Die Brücke« gehört damit zu den Vorläufern der heutigen mehr lesen

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„Mit der Gewohnheit fielen alle Schranken“

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Zwei Mitarbeiter, die einen Ohrschutz tragen, sortieren Metallfedern in eine Schleifmaschine.

Bei Knut Schuster war es der Vater, der ihm klarmachte, dass Menschen mit Behinderungen ebenso große Chancen wie nichtbehinderte Menschen haben sollten – schon deshalb, weil sein Papa an einer offenen Tuberkulose litt ...

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Inklusionsunternehmen: Ein Erfolgsmodell für alle Beteiligten

Fakten, Service, Infos, LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Rund 160 Inklusionsbetriebe und -abteilungen behaupten sich in Westfalen-Lippe am Markt. Auf der LWL-Messe, die diesen Mittwoch (1. März 2017) ab 9 Uhr zum vierten Mal seit dem Jahr 2010 in der Halle Münsterland stattfindet, stellen diese Firmen sich und ihre Leistungen vor.

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Erfolg ab dem ersten Essen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Rindfleisch vom Hof im Nachbardorf, Biokartoffeln und fair gehandelter Kakao, zubereitet von Menschen mit und ohne Behinderung: In den Schulmensen, die das Lippetaler Unternehmen GC Bestfood beliefert, kommt soziale Verantwortung auf den Tisch. Seit 2010 ist der Integrationsbetrieb mit diesem Konzept auf Erfolgskurs.

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Ein Tag rund um die Inklusion im Beruf

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Wo würden eigentlich Schülerinnen und Schüler, die eine Behinderung haben, nach ihrem Abschluss gerne arbeiten, und wie wünschen sie sich die künftige Arbeitswelt? Was genau ist „Social Franchising“ und was hat es mit Inklusion zu tun? Wie können Unternehmer in ihrer Firma eine Integrationsabteilung gründen und welche Fördermöglichkeiten gibt es dafür? Wie wird aus einer Geschäftsidee für ein neues Integrationsunternehmen oder eine Integrationsabteilung ein tragfähiges Geschäftsmodell? Was muss bei der Führung von Mitarbeitern beachtet werden? Und wenn ein Unternehmen mal größere Probleme am Markt hat: Wie kann Sanierungsmanagement dabei helfen, eine Krise abzuwenden und so Arbeitsplätze zu erhalten? Auf all diese und noch mehr Fragen wird es am 1. März bei der LWL-Messe der Integrationsunternehmen Antworten geben. Die Veranstaltung findet im Messe- und Congresszentrum in der Halle Münsterland statt und ist für alle Besucher offen und kostenlos – genauso wie die insgesamt 26 Workshops, Seminare und Vorträge, die ihr an diesem Tag zwischen 9 und 16 Uhr auf der Messebühne und in drei Seminarräumen besuchen könnt. Die Veranstaltungen werden von verschiedenen Experten aus dem Themenfeld moderiert und gestaltet. Ihr könnt euch außerdem an den vielen Ständen der Integrationsunternehmen und der anderen Aussteller in der Halle informieren, euch an Mitmachaktionen beteiligen mehr lesen

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5 Dinge, die ihr noch nicht über Budapest wusstet

Fakten, Service, Infos So sieht er aus, der Zauberwürfel von Rubik.

In dieser Serie stellen wir euch interessante, bunte und manchmal kuriose Fakten aus Städten in Europa und der Welt vor – und werfen dabei auch einen Blick auf die Inklusion. Heute: Budapest, die Hauptstadt und zugleich größte Stadt von Ungarn.

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Vom belegten Brötchen bis zur Autowäsche

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen, Veranstaltungen & Wettbewerbe Alexander Schneider, ein Mitarbeiter des Servicehauses, beim Reinigen einer Autoscheibe.

Langeweile kennt Alexander Schneider in seinem Job im Hahme Frische Markt nicht. „Ich bekomme immer wieder neue Aufgaben. Das ist interessant und die Zeit geht schnell vorbei“, sagt der 47-Jährige mit fröhlicher Stimme. Meist hat er an der Waschanlage zu tun, die an den kleinen Supermarkt im Stemweder Ortsteil Haldem angeschlossen ist. Dort reinigt er die Wagen der Kunden und hält die Arbeitsgeräte in Schuss. Zwischendurch hilft er im Laden mit, sortiert Waren in die Regale...

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Viele Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen, Veranstaltungen & Wettbewerbe Foto: Stefanie Loos

Am 1. März findet in Münster eine Veranstaltung statt, die in Deutschland einzigartig ist: Die LWL-Messe der Integrationsunternehmen. Diese Art von Unternehmen ist etwas Besonderes, weil 25 bis 50 Prozent der Menschen, die dort arbeiten, eine Behinderung haben – gesetzlich vorgeschrieben sind für alle Firmen in Deutschland, die mehr als 20 Mitarbeiter haben, mindestens fünf Prozent. Integrationsunternehmen bieten also viele feste Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, müssen sich zugleich aber ebenso in der freien Wirtschaft behaupten wie andere Betriebe auch. In der Region Westfalen, in der die Messe stattfinden wird, gibt es mittlerweile rund 160 solcher Firmen – in ganz Deutschland sind es 850. Ein großer Teil der westfälisch-lippischen Integrationsunternehmen stellt sich auf der Messe im März vor und drumherum wird es Aktionen, Seminare und Workshops geben. Sie sind für alle Besucher interessant, aber vor allem für junge Menschen mit Behinderungen, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, und für Gründerinnen und Gründer neuer Integrationsunternehmen oder -abteilungen. Auf der Messe wird außerdem eine Wanderausstellung zu sehen sein, die Menschen mit Behinderungen bei ihrer Arbeit in Integrationsunternehmen zeigt. Die Ausstellung war im Januar schon in Berlin in der NRW-Landesvertretung zu sehen und zieht im März weiter zur Messe. mehr lesen

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Zusammenarbeit ohne Einschränkungen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Bild: LWL

Das alte Sofa ist durchgesessen, ein neues muss her. Also: Ab ins Internet und mal schauen, was es so gibt. Doch gerade bei einem Möbelstück wie einem Sofa beeinflussen viele Faktoren die Kaufentscheidung, nicht nur der Preis. Ist der Farbton wirklich genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe? ...

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Integration über Jahrzehnte

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

In der Wäscherei Kreft in Dortmund sind vierzehn Menschen mit Behinderung beschäftigt. Die Eigentümer Alexander und Sandra Schwenk schätzen an den Kolleginnen und Kollegen die Zuverlässigkeit und Konstanz, auch wenn es um anstrengende Arbeit geht. Als Sandra und Alexander Schwenk im Jahr 1995 die Wäscherei Kreft im Dortmunder Vorort Kirchhörde von den Vorbesitzern abkauften, wollten sie zunächst nur eine berufliche Existenz für sich selbst aufbauen. „Ich war als Außendienstmitarbeiter für die Firma meines Vaters unterwegs, der die Wäscherei als Kunden hatte“, erinnert sich Alexander Schwenk. „Als der Eigentümer relativ jung verstarb, fragte dessen Frau meinen Vater um Rat. Es gab dort ein besonderes Vertrauensverhältnis.“ Die Firma stand zum Verkauf – und Alexander Schwenk entschied sich nach längerem Überlegen, den Schritt zu wagen. Ehefrau Sandra, die als Arzthelferin einen guten Job hatte, stieg mit ein. Die beiden bauten den Betrieb stetig aus, heute hat sich die Anzahl der gereinigten Wäschestücke versiebenfacht. Zum Angebot zählen die klassische Hemdenwäsche für Privatkunden, aber auch Großaufträge für Unternehmen sowie spezielle Angebote, wie chemische, Teppich- oder Lederreinigung, und ein Änderungs- und Abholservice. Engagement von Anfang an Von der Idee eines Integrationsunternehmens waren sie damals noch weit entfernt – und es sollte bis zum Jahr 2010 dauern, mehr lesen

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