Umfrage des IW Köln zur Inklusion am Arbeitsplatz: Wie offen gehen Menschen im Job mit ihrer Behinderung um?

Das Institut der deutschen Wirtschaft, kurz „IW“, ist ein privates Forschungsinstitut. Es wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesverband der Deutschen Industrie getragen.
Jedes Jahr befragt es etwa 5.000 Beschäftigte zu verschiedenen Themen rund um ihren Beruf und ihren Arbeitsplatz. Dabei geht es zum Beispiel darum, welche Qualifikationen Menschen für ihren Job benötigen, welche Anforderungen die Unternehmen an ihre Mitarbeiter:innen stellen – zum Beispiel mit Blick auf Arbeitszeiten oder Arbeitsorganisation – und was sich die Beschäftigten umgekehrt von Unternehmen wünschen.

In der Beschäftigtenbefragung 2024 hat das IW Köln außerdem danach gefragt, wie Menschen mit Behinderungen ihre Situation im Beruf erleben. Eines der Ergebnisse: Viele Beschäftigte mit Behinderungen gehen im Arbeitsumfeld offen mit ihren Behinderungen um. Ein Arbeitsklima, in dem solch eine Offenheit möglich ist, wirkt sich gleich mehrfach positiv aus: Die Beschäftigten sind zufriedener und engagierter, außerdem empfinden sie weniger Stress am Arbeitsplatz. Für Unternehmen wiederum kann das ein Pluspunkt sein, wenn sie neue Mitarbeiter:innen gewinnen und im Betrieb halten möchten.

Die Befragung hat aber auch gezeigt, dass es in diesem Zusammenhang feine Unterschiede gibt: Es hängt sehr von der Art der Beeinträchtigung ab, ob und wem gegenüber Menschen im beruflichen Umfeld eine Behinderung kommunizieren oder nicht.