Von Fundstücke aus dem Netz | Menschen und ihre Geschichten

„Irgendwann möchte ich unabhängig von meinen Eltern leben“

Nach Schule und Ausbildung in eine Werkstatt: Für viele Menschen mit Behinderung ist das der übliche Weg. Allerdings weiß ein guter Teil davon auch, dass vielleicht auch ein beruflicher Start auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt funktionieren könnte, wenn eine entsprechende Förderung und eigenes Engagement vorhanden sind. Für Melanie Strasser war der Weg in die Werkstatt ebenfalls vorgezeichnet. Die 23-Jährige hat heute aber einen anderen Weg eingeschlagen. Sie arbeitet in einer Bildungs- und Begegnungsstätte in Oberbayern, als ausgebildete Kauffrau für Büromanagement. Unser Fundstück der Woche.

Blau hinterlegtes Bildschirmfoto des Artikel auf Spiegel Online: Überschrift des Artikels, darunter ein Bild von Melanie Strässer

Melanie Strasser lebt mit Rollstuhl, sie spricht langsamer und undeutlicher als andere und kommuniziert deswegen lieber schriftlich. Die Agentur für Arbeit riet ihr deshalb, in einer Werkstatt für behinderte Menschen anzufangen oder sich gleich arbeitslos zu melden.

Melanie Strasser befolgte diesen „Rat“ aber nicht. Gemeinsam mit ihrer Mutter fand sie selbst einen Ausbildungsplatz und ließ sich zur Kauffrau für Büromanagement weiterbilden. Sie zog in ein Internat, sammelte erste praktische Erfahrungen und fand schließlich einen passenden Job. Nach einem dreimonatigen Praktikum bei einer Bildungs- und Begegnungsstätte bekam sie dort eine feste Stelle. Ihr nächster Wunsch steht auch schon fest: So viel zu verdienen, dass nicht mehr bei ihren Eltern wohnen muss.

In diesem Artikel auf Spiegel Online erzählt Melanie Strasser ihre Geschichte. Unser Fundstück der Woche!

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