Von LWL-Messe 2023 | Veranstaltungen & Wettbewerbe

Nur noch wenige Tage bis zur LWL-Messe am 15. März 2023

Ein Arbeitsmarkt, zu dem Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen Zugang haben: Wie dieses Ziel in Zukunft erreicht werden könnte, ist nur eine der vielen Fragen, um die es auf der 5. LWL-Messe der Inklusionsunternehmen am 15. März 2023 in Dortmund gehen wird. Kommt vorbei, der Eintritt ist frei!

Blick von oben über eine große Messe-Veranstaltung mit vielen Menschen.

Seit 2012 widmet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Inklusionsunternehmen in der Region alle zwei bis drei Jahre eine eigene Messe. Nachdem die Veranstaltung 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, findet sie in diesem Jahr wieder statt – anders als sonst aber nicht in der Halle Münsterland, sondern erstmals in der Messe Dortmund.

Die Besucher:innen erwartet dort unter anderem ein vielseitiges Programm aus Seminaren und Vorträgen, das Einblicke, Impulse und Hilfestellungen aus der Praxis gibt. Als Dozent:innen sind zum Beispiel Verantwortliche aus langjährigen Inklusionsunternehmen mit dabei, die auf der Messe von ihren Erfahrungen erzählen. Darüber hinaus beantworten verschiedene Expert:innen Fragen zur Gründung oder Führung eines Inklusionsunternehmens, informieren über die rechtlichen Grundlagen und erklären die Besonderheiten bei der Jobvermittlung.

Begleitend findet auch eine Jobbörse statt, die Interessierten und Arbeitssuchenden zusätzlich die Möglichkeit bietet, mit Inklusionsunternehmen in der Region Westfalen-Lippe in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Auf einen Blick

Wann? Mittwoch, 15. März 2023, 9–17 Uhr
Wo? Messe Dortmund, Halle 3

Der Eintritt ist kostenlos. Die Messe ist barrierefrei gestaltet. Für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung gibt es am Info-Stand kostenlose Unterstützungsangebote. Die Messe Dortmund stellt auf ihren Seiten außerdem einige Hinweise zur Anreise bereit.

Alles weitere ist auf www.lwl-messe.de zu finden. Die Website wird laufend aktualisiert.

Was sind Inklusionsunternehmen – und warum sind sie wichtig für die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt?

Inklusionsunternehmen heißen so, weil sie besonders viele Menschen mit Schwerbehinderung in ihren Betrieben auf festen Arbeitsplätzen beschäftigen (30 bis 50 Prozent ihrer Stellen). Allein in der Region Westfalen-Lippe gibt es inzwischen über 170 solcher Unternehmen, in denen rund 2.170 Menschen mit Schwerbehinderung arbeiten. Damit liegt Westfalen bundesweit an der Spitze.
Da der Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt noch längst nicht für alle Menschen gleichberechtigt zugänglich ist, spielen Inklusionsunternehmen mit ihrem Engagement eine besonders wichtige Rolle. Sie werden deshalb mit Fördergeldern unterstützt, um zum Beispiel die Mehrkosten für die Einrichtung inklusiver Arbeitsplätze abzufangen.

Dieses Geld kommt unter anderem aus der so genannten Ausgleichsabgabe. Diesen Betrag müssen alle Unternehmen in Deutschland zahlen, die eine bestimmte Größe haben, aber im Verhältnis dazu nicht genug oder sogar gar keine Menschen mit Behinderung in ihren Betrieben beschäftigen. Bei Unternehmen ab 20 Mitarbeiter:innen ist in Deutschland eine Quote von 5 Prozent gesetzlich vorgeschrieben. Inklusionsunternehmen übererfüllen diese bei weitem. Wie andere Unternehmen auch müssen sie sich dennoch auf dem freien Markt behaupten und mit anderen Betrieben in Konkurrenz treten, sie wirtschaften also nicht in Schutzräumen.

Inklusionsunternehmen gibt es in vielen verschiedenen Branchen, zum Beispiel im Einzelhandel, in der Gastronomie, der Gebäudereinigung, bei Hausmeisterdiensten, in Wäschereien, in der IT-Branche oder in der industriellen Fertigung für die Automobilindustrie.

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