Vom belegten Brötchen bis zur Autowäsche

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen, Veranstaltungen & Wettbewerbe Alexander Schneider, ein Mitarbeiter des Servicehauses, beim Reinigen einer Autoscheibe.

Langeweile kennt Alexander Schneider in seinem Job im Hahme Frische Markt nicht. „Ich bekomme immer wieder neue Aufgaben. Das ist interessant und die Zeit geht schnell vorbei“, sagt der 47-Jährige mit fröhlicher Stimme. Meist hat er an der Waschanlage zu tun, die an den kleinen Supermarkt im Stemweder Ortsteil Haldem angeschlossen ist. Dort reinigt er die Wagen der Kunden und hält die Arbeitsgeräte in Schuss. Zwischendurch hilft er im Laden mit, sortiert Waren in die Regale…

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VIER FRAGEN AN… Volker Westermann

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Volker Westermann rührt Eier in einer Schüssel an und schaut in die Kamera.

Wenn er nicht gerade mit seiner Frau Iris um die Welt reist, findet man Volker Westermann in der Küche. Als Moderator und Showkoch in der Sendung „dinner for everyone“ hat er unter anderem schon mit Alfred Biolek, Bernhard Hoëcker, Guildo Horn und Ole Plogstedt den Kochlöffel geschwungen und sich mit seinen Gästen ...

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Nur, wer alles versteht, kann überall mitmachen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Ausschnitt aus dem Film

Leichte Sprache ist weit mehr als nur eine Art, sich besonders einfach auszudrücken. Sie ist eine „Variation“ des Deutschen, die eigenen, strengen Regeln folgt. Die Idee dieses Konzeptes: Einen Text in Leichter Sprache soll jeder verstehen können, zum Beispiel auch Menschen mit geistigen oder Lernbehinderungen oder Menschen, die kaum Deutsch sprechen. Es braucht viel Wissen und Übung, um auf diese Weise schreiben zu können und auch, um aus der Alltagssprache in die Leichte Sprache zu übersetzen. Außerdem müssen alle Texte immer sorgfältig geprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden. Es gibt daher ganze Redaktionsbüros, die sich auf diese Arbeit spezialisiert haben, und eines davon stellen wir in diesem Film vor: Das Lebenshilfe Büro für Leichte Sprache Ruhrgebiet, das zugleich ein noch junges Integrationsunternehmen ist. Schon gewusst? Die Leichte Sprache kommt ursprünglich gar nicht aus Deutschland. England und Schweden sind die Erfinder dieser Idee, erst vor rund 20 Jahren kam das Sprach-Konzept für Menschen mit Behinderung zu uns. Auf Schwedisch heißt die Leichte Sprache „Lättläst“ und auf Englisch „Easy to read“. Beides bedeutet übersetzt „leicht zu lesen“. In den Ländern gehören diese sehr leichten Sprachversionen in der Gesellschaft schon viel selbstverständlicher dazu als in Deutschland. Im „Sveriges Radio“ zum Beispiel gibt es mehr lesen

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Was sind eigentlich… Technische Beratungsdienste?

Fakten, Service, Infos Ein Mitarbeiter eines Integrationsunternehmens, der nur einen Arm hat, an seiner Fräse. Mit dieser Sonderanfertigung kann er mit nur einem Arm komplizierte Musterstücke fräsen.

Technische Beratungsdienste fördern Menschen mit Behinderung im Beruf. Die Experten, die in ganz Deutschland bei solchen Diensten arbeiten, unterstützen zum Beispiel, wenn die Aufgabenverteilung in einem Betrieb wechselt. Sie helfen, Arbeitsplätze behinderungsgerecht umzugestalten und sie ermitteln, ob auf den Arbeitgeber ein finanzieller Mehraufwand zukommt. Sie beantworten auch organisatorische oder bürokratische Fragen und stehen bei Kündigungsverfahren sowohl der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer als auch dem Unternehmen oder der Organisation mit Rat und Tat zur Seite. Frank Schrapper ist der Leiter des Technischen Beratungsdienstes beim LWL-Inklusionsamt Arbeit und erklärt uns im Interview beispielhaft, wie der Technische Beratungsdienste in der Region Westfalen arbeitet. Wer kann die Hilfen des Technischen Beratungsdienstes beantragen? Entweder können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung selbst einen entsprechenden Antrag auf Hilfen stellen, oder sie bitten ihre Fallmanagerin oder ihren Fallmanager darum, sie dabei zu unterstützen. Auch die Verantwortlichen eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Fachstelle in einem Kreis oder einer Stadt können die Hilfe beantragen, wenn sie einen ihrer Mitarbeiter mit Behinderung durch technische oder organisatorische Maßnahmen unterstützen wollen. Wie werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Verantwortlichen des jeweiligen Unternehmens einbezogen – zum Beispiel dann, wenn ein Arbeitsplatz behinderungsbedingt umgebaut werden muss? Es ist wichtig, dass alle an einem mehr lesen

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Viele Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen, Veranstaltungen & Wettbewerbe Foto: Stefanie Loos

Am 1. März findet in Münster eine Veranstaltung statt, die in Deutschland einzigartig ist: Die LWL-Messe der Integrationsunternehmen. Diese Art von Unternehmen ist etwas Besonderes, weil 25 bis 50 Prozent der Menschen, die dort arbeiten, eine Behinderung haben – gesetzlich vorgeschrieben sind für alle Firmen in Deutschland, die mehr als 20 Mitarbeiter haben, mindestens fünf Prozent. Integrationsunternehmen bieten also viele feste Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, müssen sich zugleich aber ebenso in der freien Wirtschaft behaupten wie andere Betriebe auch. In der Region Westfalen, in der die Messe stattfinden wird, gibt es mittlerweile rund 160 solcher Firmen – in ganz Deutschland sind es 850. Ein großer Teil der westfälisch-lippischen Integrationsunternehmen stellt sich auf der Messe im März vor und drumherum wird es Aktionen, Seminare und Workshops geben. Sie sind für alle Besucher interessant, aber vor allem für junge Menschen mit Behinderungen, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, und für Gründerinnen und Gründer neuer Integrationsunternehmen oder -abteilungen. Auf der Messe wird außerdem eine Wanderausstellung zu sehen sein, die Menschen mit Behinderungen bei ihrer Arbeit in Integrationsunternehmen zeigt. Die Ausstellung war im Januar schon in Berlin in der NRW-Landesvertretung zu sehen und zieht im März weiter zur Messe. mehr lesen

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Zusammenarbeit ohne Einschränkungen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Bild: LWL

Das alte Sofa ist durchgesessen, ein neues muss her. Also: Ab ins Internet und mal schauen, was es so gibt. Doch gerade bei einem Möbelstück wie einem Sofa beeinflussen viele Faktoren die Kaufentscheidung, nicht nur der Preis. Ist der Farbton wirklich genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe? …

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„Die Arbeitgeber werden immer optimistischer“

Menschen und ihre Geschichten Foto: Aktion Mensch

An einem sicheren Arbeitsplatz den Lebensunterhalt selbst zu verdienen, mit einem Job, der den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht: Das wünschen sich die meisten Menschen. Die Leiterin des Bereichs Aufklärung bei der Aktion Mensch, Christina Marx, hat mit uns über das Inklusionsbarometer gesprochen, ...

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VIER FRAGEN AN… Laura Gehlhaar

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Foto: Schall&Schnabel

Laura Gehlhaar ist im Netz und auch sonst bekannt geworden – und zwar dafür, dass sie sehr unverblümt und ehrlich über ihr Leben mit Behinderung spricht und schreibt. Die 33-Jährige bloggt und hat jetzt auch ein Buch geschrieben. Sie engagiert sich so gegen die vielen Unsicherheiten, Vorurteile und Ausgrenzungen, mit denen sie und viele andere Menschen mit Behinderung sich täglich auseinandersetzen müssen. Wir wollten von der 33-Jährigen wissen: Was könnte aus Ihrer Sicht die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Deutschland weiter vorantreiben? Vier Fragen an Laura Gehlhaar.

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Ideen in allen Farben

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Bei Moderne Floristik Steinbrecher in Waltrop arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung für Privatkunden, Firmen und den BVB. Zum Team gehört auch Stefanie Salewski, die seit ihrer Geburt gehörlos ist.

„Ich möchte gerne einen bunten Frühlingsstrauß verschenken“, sagt der Mann, der direkt vor Katharina Wodrich steht. „Können Sie bitte auch Freesien reinbinden?“ Während er spricht, schaut ihm die 24-Jährige hinter dem Verkaufstresen bei Moderne Floristik Steinbrecher in Waltrop konzentriert ins Gesicht. Dann nickt sie lächelnd und zieht eine gelbe Freesie aus einer Vase. Dazu sucht sie weiße Ranunkeln, blaue Hyazinthen und Ginster aus. „Gefällt Ihnen das?“, fragt sie und sieht den Kunden wieder an. Die junge Frau ist auf einem Ohr taub, auf dem anderen hat sie nur noch drei Prozent Hörkraft. Dass der Mann mit ihrem Vorschlag zufrieden ist, liest sie von seinen Lippen ab. Als Inhaberin Birgit Honvehlmann, die 22 Jahre lang beim Gründer-Ehepaar Otto und Erika Steinbrecher angestellt war, das Blumengeschäft Anfang 2014 übernahm, machte sie aus dem Laden ein Integrationsunternehmen. Neben Katharina Wodrich beschäftigt sie noch drei weitere Mitarbeiterinnen mit einer Behinderung. Für Wodrich war die Stelle in Waltrop ein Segen. „Das war schon mein Traumberuf, als ich noch im Kindergarten war“, sagt die gelernte Floristin. Ein ganz besonderer Auftrag steht alle paar Wochen an. Dann begleitet die junge Frau ihre Chefin nach Dortmund ins Stadion des BVB, zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen aus dem mehr lesen

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Inklusion in Deiner Nähe

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: Inklusionslandkarte/Inklusion bewegt Deutschland (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Diese Landkarte ist über und über gefüllt mit vielen Projekten rund um das Thema Inklusion. Sie verdeutlicht nicht nur, wie vielfältig unsere Gesellschaft und Hilfsprojekte bereits sind, sondern animiert auch gleich dazu, mitzumachen: In die digitale Inklusionslandkarte darf jeder inklusive Projekte eintragen – die eigenen oder auch Ideen für ein neues Projekt. Auch Fachleute zum Thema Inklusion können sich als Referenten aufführen lassen. Beides wurde bereits von vielen Teilnehmern fleißig umgesetzt. Inzwischen ist daraus eine bunte Sammlung aus Organisationen, Ideen und Maßnahmen entstanden. Hier geht es zur Karte: ↗ Inklusionslandkarte Druckansicht

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