Von Fundstücke aus dem Netz | Menschen und ihre Geschichten

Stand-up im Rollstuhl: der Comedian Tan Çaglar (Radiobeitrag)

Tan Çaglar nennt sich selbst „eine Art Schweizer Taschenmesser der Minderheiten“: Er lebt mit Rollstuhl und ist Deutschtürke. Oder, wie er in seiner Bühnenshow sagt, „der Quoten-Behinderte und der Quoten-Kanake in einer Person“. Mit seinen selbstironischen Witzen ist der Comedian seit 2017 sehr erfolgreich. In einem Radiobeitrag des MDR erfahrt ihr noch mehr über ihn und könnt Ausschnitte aus seinem Programm „Rollt bei mir“ hören – unser Fundstück der Woche!

Screenshot des Podcasts mit Tan Çaglar auf mdr.de

Tan Çaglar konnte über seine Behinderung lange Zeit weder lachen noch Witze machen. Er hat eine angeborene Erkrankung des Rückenmarks, die sich seit seiner Kindheit langsam verschlechtert hat. Bis er 22 Jahre alt war, konnte er laufen und spielte gerne Fußball. Als das nicht mehr ging, traf ihn das sehr hart. Er bekam eine Depression.
In diesem 25-minütigen MDR-Radiofeature erzählt Tan Çaglar, wie er die Depression überwunden hat, warum er mit Ende 30 Comedian geworden ist und was er über Inklusion denkt.

Zwischen den Interview-Ausschnitten und Moderationen werden übrigens immer wieder Auszüge aus Tan Çaglars erstem Bühnenprogramm „Rollt bei mir“ eingespielt – inzwischen ist er mit seinem zweiten Programm „Geht nicht? Gibt’s nicht!“ auf Tournee.

image_printDruckansicht
(Visited 127 times, 2 visits today)
Schließen