Autor: Katharina Kavermann

VIER FRAGEN AN… Dennis Winkens

Menschen und ihre Geschichten

Dennis Winkens arbeitet als Online-Redakteur für eine Firma in Remscheid, wo er seit dem Jahr 2015 sein eigenes Büro hat. Dennis Winkens ist Tetraplegiker, er lebt also mit einer Form der Querschnittslähmung und benötigt für seinen Beruf einen entsprechend gestalteten Arbeitsplatz sowie technische Hilfsmittel, die er gerne selbst intensiv testet, bevor er sie in Gebrauch nimmt. Was den 28-jährigen Gamer und Technik-Freak privat und auch im Berufsleben bewegt und woran Inklusion seiner Meinung nach derzeit noch scheitert, hat er uns im Interview verraten. #1: Herr Winkens, was bedeutet Inklusion bei der Arbeit für Sie? Wenn ein völlig normales und unvoreingenommenes Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap stattfindet, ist das für mich gelungene Inklusion. Für mich darf es dabei keine Rolle spielen, ob diese Begegnungen in der Freizeit oder in der Arbeitswelt stattfinden. Zugleich sind die Rahmenbedingungen im Beruf natürlich etwas andere als im Privaten – überspitzt gesagt zählen hier vor allem die Leistung der Mitarbeiter und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Daher finde ich es auch selbstverständlich, dass Arbeitgeber ihre offenen Stellen mit Personen besetzen wollen, die die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Job mitbringen. Das bedeutet aber zugleich eben nicht, dass dieser Jobanwärter ein kerngesunder Fußgänger sein muss. mehr lesen

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Was ist eigentlich… der besondere Kündigungsschutz?

Fakten, Service, Infos

In Deutschland gibt es einen gesetzlichen Kündigungsschutz, der alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davor bewahrt, dass sie grundlos, willkürlich oder ungerechtfertigt aus ihrem Job entlassen werden. Für Menschen, die mit einer Schwerbehinderung leben und arbeiten, reicht dieser Schutz noch weiter: Nach dem sogenannten „besonderen Kündigungsschutz“ muss bei diesen Beschäftigten immer vorab vom zuständigen Inklusionsamt geprüft werden, ob bei der vom Arbeitgeber beabsichtigten Kündigung die Belange des schwerbehinderten Menschen berücksichtigt werden. Der Träger des Inklusionsamtes in der Region Westfalen-Lippe ist der LWL (die Abkürzung steht für „Landschaftsverband Westfalen-Lippe“). Dieses Amt ist ein wichtiger Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und setzt sich unter anderem auch dafür ein, dass der besondere Kündigungsschutz eingehalten wird. Wozu diese Regelung gut ist und wie das Verfahren dahinter abläuft, erklären wir euch in diesem Beitrag. Was unternimmt ein Inklusionsamt, wenn ein Arbeitgeber die Zusammenarbeit mit einem Menschen mit Schwerbehinderung kündigen will? Der besondere Kündigungsschutz soll verhindern, dass schwerbehinderte Menschen ausschließlich aufgrund ihres Handicaps entlassen werden können. Das Ziel ist nicht, sie damit gegenüber anderen Arbeitnehmern besser zu stellen. Stattdessen sollen auf diese Weise mögliche Nachteile ausgeglichen werden, die diese Menschen aufgrund ihrer Behinderung am Arbeitsplatz erfahren. Für wen gilt dieser besondere Kündigungsschutz? Er gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehr lesen

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VIER FRAGEN AN… Norbert Sandmann

Menschen und ihre Geschichten

Norbert Sandmann spürt Hürden auf, macht auf sie aufmerksam und versucht, sie schnellstmöglich zu beseitigen. Dafür bloggt der 57-jährige Rollstuhlfahrer auf www.handicap-na-und.de über alltägliche Hindernisse, außerdem hält er Vorträge über Barrierefreiheit und berät andere Rollstuhlfahrer zum Thema. ...

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Was ist eigentlich… eine Arbeitsassistenz?

Allgemein, Fakten, Service, Infos

Schwer erreichbare Werkzeuge anreichen, Gebärdensprache dolmetschen oder Termine ausmachen: Das sind nur ein paar der Dinge, mit denen Assistenten Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz helfen. In diesem Artikel erklären wir, warum es sie gibt, was sie genau machen und wie ihre Hilfe beantragt werden kann. Wozu gibt es Arbeitsassistenten und wie werden sie finanziert? Einige Menschen mit einer Schwerbehinderung brauchen am Arbeitsplatz eine helfende Hand, um ihrer gelernten oder studierten Tätigkeit nachgehen zu können. Damit ihnen keine Nachteile gegenüber nicht behinderten Arbeitnehmern entstehen, gibt es die so genannten Arbeitsassistenten. Sie helfen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Handicap, sich im Arbeitsleben voll zu entfalten, so dass sie ihre Qualifikationen umfassend einsetzen und ihre Fähigkeiten ausbauen können. Damit werden bestehende Arbeitsverhältnisse gesichert, denn Arbeitsassistenten helfen, behinderungsbedingte Schwierigkeiten auszugleichen und Problemen am Arbeitsplatz vorzubeugen. Neben dieser Unterstützung zur Teilhabe am Arbeitsleben sichert eine Assistenz auch den sozialen Status des Menschen mit Handicap innerhalb der Gesellschaft. Die Leistungen der Assistenten werden übrigens, soweit sie der Erhaltung des Arbeitsplatzes dienen, aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Welche Aufgaben haben Arbeitsassistenten? Arbeitsassistenten helfen schwerbehinderten Mitarbeiterinnen oder -Mitarbeitern zum Beispiel bei Außenterminen, bei denen sie sich in fremden und manchmal nicht barrierefreien Umgebungen zurechtzufinden müssen. Bewegungseingeschränkten Personen können sie mehr lesen

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Auch mit Behinderung im Wunschberuf arbeiten

Fundstücke aus dem Netz

Einen Job in einem „normalen“ Betrieb zu finden, ist für viele Menschen mit Handicap oft alles andere als einfach. Es gibt in vielen Regionen Deutschlands einfach nicht genug Beschäftigungsmöglichkeiten, was allerdings weniger an der fehlenden Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber liegt. Oft scheuen sich die eher die Unternehmen, Menschen mit Behinderung als neue Mitarbeiter in Betracht zu ziehen. Die Lebenshilfe Bamberg hat vor einiger Zeit eine Initiative gestartet, mit der sie das in der Region im Süden Deutschlands Schritt für Schritt ändern will. Die Idee der „integra MENSCH“-Initiative: lokale Akteure aus Wirtschaft und Politik in und um Bamberg zusammenbringen, auf diese Weise ein Netzwerk knüpfen, aus dem neue berufliche Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung entstehen, und regionale Betriebe so gezielt in den Prozess der beruflichen Inklusion einbinden. Die Initiative kooperiert also mit immer mehr Betrieben und Einrichtungen aus der Region und bringt sie mit Berufseinsteigern zusammen, die ein Handicap haben. Darüber hinaus stellt sie so genannte „Integrationsbegleiter“, die die betrieblichen Neueinsteiger im Arbeitsalltag unterstützen und begleiten. Der Prozess beginnt in der Regel mit einem Praktikum, bei dem beide Seiten schauen können, ob sie zueinander passen. Die Job-Anwärterinnen und -Anwärter lernen in dieser Zeit ihre künftigen Arbeitsaufgaben kennen und können sich mehr lesen

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„So viele maßgeschneiderte Arbeitsplätze wie möglich“

Menschen und ihre Geschichten Nikolaus Nessel, der Schwerbehindertenbeauftragte bei BASF.

Für BASF arbeiten rund 114.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern. Bei der BASF SE in Ludwigshafen mit ca. 35.000 Mitarbeitern haben derzeit 4,4 Prozent der Belegschaft eine Schwerbehinderung, womit der global agierende Konzern unter der gesetzlich vorgeschriebenen Quote bleibt. Laut Nikolaus Nessel ist die Tendenz aber steigend. Der Firmenbeauftragte für Schwerbehinderte und Leiter des Integrationsbetriebs bei BASF hat uns im Interview verraten, wie in Zukunft ein vielfältiges Personal gefördert werden soll und warum es dafür so wichtig ist, das Anderssein jedes Einzelnen zu schätzen. Welchen Beitrag leistet Ihr Unternehmen im Bereich Inklusion? Für uns ist es selbstverständlich, Mitarbeiter, die im Laufe ihres Arbeitslebens eine Schwerbehinderung erleiden, in ihrem vertrauten Arbeitsumfeld– wir nennen es gern im „Heimathafen“ – angemessen zu beschäftigen. Wir leben den Positivansatz, bei dem die Stärken des Mitarbeiters im Vordergrund stehen. Daher schaffen wir eine Arbeitsatmosphäre, die alle gleichermaßen fördert. Zugleich versuchen wir, so viele maßgeschneiderte Arbeitsplätze wie möglich anzubieten. Barrierefreiheit ist dabei eine Selbstverständlichkeit. Bei Bedarf bieten wir zum Beispiel auch Behindertenparkplätze an. Neben diesen betrieblichen Maßnahmen unterstützt BASF externe, integrative Projekte wie beispielsweise die gemeinsame Ausbildung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Schwerbehinderung liegt mit 13,4 Prozent mehr als doppelt mehr lesen

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„Jeder hat einen eigenen Schatz an Fähigkeiten“

Menschen und ihre Geschichten

Die Drogeriemärkte von dm sind bekannt dafür, dass sie fair und verantwortungsbewusst mit ihren Mitarbeitern umgehen. Wir haben mit Hauke Flöter über das Thema Inklusion gesprochen, der als Arbeitgeberbeauftragter für Schwerbehinderte beim dm-drogerie markt arbeitet. Im Interview hat er uns erklärt, warum sein Unternehmen schon heute großen Wert auf Vielfalt legt und ...

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VIER FRAGEN AN… Silke Naun-Bates

Allgemein, Menschen und ihre Geschichten Silke Naun-Bates steht mit ihren Händen auf einer großen Reifenschaukel und lacht.

Im Alter von acht Jahren hatte Silke Naun-Bates einen schweren Unfall. Ihr mussten anschließend beide Beine amputiert werden. Die heute 50-Jährige ließ sich von diesem Schicksalsschlag nicht unterkriegen und geht heute sehr selbstbewusst mit ihrer körperlichen Behinderung und den damit verbundenen Veränderungen um. Durch ihre positive Haltung und entgegen ärztlicher Prognosen erkämpfte sich Silke Naun-Bates ein unabhängiges, selbstständiges Leben, ...

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„Gleiche Chancen bieten, individuelle Unterschiede fördern“

Menschen und ihre Geschichten

E.ON gehört zu den drei umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands. Beinahe 5,5 Prozent der Mitarbeiter haben eine Schwerbehinderung, damit erfüllt der Energiekonzern die gesetzlich vorgeschriebene Quote. Welchen Stellenwert Inklusion heute in den Betrieben hat und in Zukunft einnehmen wird, wollten wir von Fabienne Ruopp wissen, ...

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VIER FRAGEN AN… Günter Benning

Allgemein, Menschen und ihre Geschichten

Unternehmensberater helfen Betrieben dabei, ihre Produktivität und Effizienz zu steigern. Dabei agieren sie als neutrale Beobachter, spüren Probleme auf, suchen nach Lösungswegen und helfen, neue Strukturen zu finden. Das gleiche tun auch Unternehmensberater, die auf das Thema Inklusion spezialisiert sind, aber mit einem anderen Schwerpunkt: Sie helfen Unternehmen, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung ...

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