Autor: Marc-Stefan Andres

Ein aufgeklappter Laptop steht auf einem Tisch. Davor liegt ein elektronisches Braillezeilen-Gerät mit blauen und weißen Tasten sowie einer länglichen Braille-Anzeige.

Interview mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband: Wie steht es um die digitale Barrierefreiheit in Deutschland?

Fakten, Service, Infos, Projekte und Unternehmen • Symbolfoto: Elizabeth Woolner/Unsplash

Um Online-Shops, Kunden- und Mieterportale oder auch Geldautomaten und Smartphones barrierefrei zu machen, hat die Bundesregierung im Jahr 2022 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verabschiedet, das 2025 in Kraft getreten ist. Markus Ertl, Projektleiter beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), bewertet im Interview die Folgen des Gesetzes – und erklärt, warum digitale Barrierefreiheit zwar eine Pflicht, aber auch eine wirtschaftliche Chance für Unternehmen ist.

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Screenshot der 74. Folge des Podcasts Die Neue Norm zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bei Spotify

Hör-Tipp: „Lieber kein Gesetz als dieses Gesetz?“ – ein Podcast zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG)

Fundstücke aus dem Netz • Screenshot: Spotify | Bearbeitung: LWL

Unter Menschen mit Behinderung sorgt die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) für viel Kritik. Eigentlich soll es für mehr Gleichstellung sorgen – es ist aber fraglich, ob das damit gelingen wird. Sollte die Reform also lieber gar nicht kommen? Über diese provokante Frage und die Entwicklungen rund um das BGG diskutieren die Journalist:innen Jonas Karpa, Raúl Krauthausen und Karina Sturm in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Neue Norm“. Unser Fundstück der Woche!

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Ein Finger tippt auf ein grünes Symbol in der Lwerk-App auf einem Tablet-Bildschirm mit mehreren bunten App-Symbolen.

Eine App als zentraler Arbeitsplatz: Inklusion durch Digitalisierung

Projekte und Unternehmen

Im FSD Lwerk Berlin Brandenburg arbeiten 967 Menschen mit Behinderung in 30 Handwerks- und Dienstleistungsbereichen. Mit der Lwerk-App hat das gemeinnützige Unternehmen ein Werkzeug für eine moderne, digitale Kommunikation im gesamten Betrieb geschaffen. Sandra Zimpel koordiniert unter anderem das Management der App und erklärt im Interview, wie es zur Entwicklung der Anwendung kam.

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Screenshot des YouTube-Videos des Gesprächs zwischen Jan Böhmermann, Jürgen Linnemann und Soraia Da Costa Batista in der Sendung ZDF Magazin Royale

Video-Tipp: Jan-Böhmermann-Interview zum deutschen Werkstatt-System

Fundstücke aus dem Netz • Screenshot: YouTube | Bearbeitung: LWL

Menschen mit Behinderung arbeiten in so genannten Werkstätten für behinderte Menschen (kurz: WfbM) oft für nur wenige Euro am Tag. Dieses System wollen der Werkstattbeschäftigte Jürgen Linnemann und die Juristin Soraia Da Costa Batista nun juristisch angreifen. Jan Böhmermann hat die beiden dazu diesen Monat im ZDF Magazin Royale interviewt. Unser Fundstück der Woche!

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Grafische Illustration eines Mannes mit dunkler Brille vor einem Laptop; auf dem Bildschirm Symbole für Lautlos, Sehbehinderung, Rollstuhl und Gehör

Digitale Barrierefreiheit ist jetzt gesetzliche Pflicht – was sich dadurch verändert

Fakten, Service, Infos • Illustration: iStock/Visual Generation

Das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (kurz: BFSG) ist in Deutschland Ende Juni 2025 in Kraft getreten. Aber welche Veränderungen bringt das mit sich? Damit kennt sich die Professorin Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten sehr gut aus. Sie ist Beauftragte der Hessischen Landesregierung für barrierefreie IT und digitale Teilhabe, außerdem leitet sie die Stabsstelle für barrierefreie IT (LBIT) beim Land Hessen. Im Interview erklärt sie, was durch das neue Gesetz jetzt auf Unternehmen zukommt – und warum digitale Barrierefreiheit aus ihrer Sicht zu einem Wettbewerbsvorteil werden kann.

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Ein junger Mann mit 3D-Brille übt an einer Frisurpuppe einen Haarschnitt.

Virtuelles Lernen in der realen Welt: Wie Mixed Reality für mehr Teilhabe sorgen kann

Aus der Forschung, Projekte und Unternehmen

Das Projekt „EdAL MR 4.0“ will mit so genannten Mixed-Reality-Technologien die Berufsausbildung von Menschen mit Behinderungen verbessern. Im Interview erläutert Projektleiterin Claudia Joest, was dahintersteckt.

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Helga Mai räumt im Speisesaal Kaffeebecher auf einen Wagen

Viel Unterstützung für andere leisten

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Aus Menschen, die oft selbst Hilfe benötigen, werden professionelle Helfer: In den Wohnbereichen des Pflegeheims »Wohlbehagen im Lukaspark« in Hagen arbeiten 11 Menschen mit Behinderung für ältere und oftmals demente Bewohnerinnen und Bewohner.

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Mitarbeiter der AGA laden Sperrmüll in einen LKW

Auf Sperrmülltour im Kreis Lippe

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Frank Garz, Björn Richter und Klaus-Dieter Weiß sind ein Trio auf Zeit. Sechs bis sieben Mal im Jahr sind sie zusammen im Kreis Lippe unterwegs und sammeln Sperrmüll – pro Tour legen sie fast 100 Kilometer auf den Straßen Ost-Westfalens zurück. Die drei Männer arbeiten im Auftrag des Integrationsunternehmens AGA, kurz für Detmolder Arbeitsgemeinschaft Arbeit gGmbH.

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Alexander Bruns bedient eine Maschine in der Werkstatt

Gemeinsam wachsen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Bei Transfair Montage in Reken haben 41 der 71 Mitarbeiter eine Behinderung. Das Unternehmen kooperiert eng mit anderen Integrationsbetrieben. Ein Besuch.

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Zwei Mitarbeiterinnen der Wäscherei falten ein Bettlaken

„Kuschelkurs geht nicht, wenn man im Wettbewerb bestehen muss“

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

33 Menschen arbeiten in der Wäscherei "Die Brücke" in Bad Lippspringe, 16 von ihnen haben eine Behinderung. Für die Zukunft hat der Inklusionsbetrieb ehrgeizige Pläne: Er will seine Kapazitäten verdoppeln und auch das Team vergrößern.

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