Fakten, Service, Infos

Was ist ein Jobcoach? Was machen Technische Beratungsdienste? Was sind Inklusionsunternehmen? Und welche digitalen Plattformen oder Projekte gibt es, die Menschen mit Behinderung im (Berufs-)Alltag unterstützen? In dieser Rubrik sammeln wir Antworten rund um die Inklusion im Arbeitsleben und präsentieren nützliche Tools, Tipps und Projekte.

Was sind eigentlich… Technische Beratungsdienste?

Fakten, Service, Infos Ein Mitarbeiter eines Integrationsunternehmens, der nur einen Arm hat, an seiner Fräse. Mit dieser Sonderanfertigung kann er mit nur einem Arm komplizierte Musterstücke fräsen.

Technische Beratungsdienste fördern Menschen mit Behinderung im Beruf. Die Experten, die in ganz Deutschland bei solchen Diensten arbeiten, unterstützen zum Beispiel, wenn die Aufgabenverteilung in einem Betrieb wechselt. Sie helfen, Arbeitsplätze behinderungsgerecht umzugestalten und sie ermitteln, ob auf den Arbeitgeber ein finanzieller Mehraufwand zukommt. Sie beantworten auch organisatorische oder bürokratische Fragen und stehen bei Kündigungsverfahren sowohl der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer als auch dem Unternehmen oder der Organisation mit Rat und Tat zur Seite. Frank Schrapper ist der Leiter des Technischen Beratungsdienstes beim LWL-Inklusionsamt Arbeit und erklärt uns im Interview beispielhaft, wie der Technische Beratungsdienste in der Region Westfalen arbeitet. Wer kann die Hilfen des Technischen Beratungsdienstes beantragen? Entweder können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung selbst einen entsprechenden Antrag auf Hilfen stellen, oder sie bitten ihre Fallmanagerin oder ihren Fallmanager darum, sie dabei zu unterstützen. Auch die Verantwortlichen eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Fachstelle in einem Kreis oder einer Stadt können die Hilfe beantragen, wenn sie einen ihrer Mitarbeiter mit Behinderung durch technische oder organisatorische Maßnahmen unterstützen wollen. Wie werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Verantwortlichen des jeweiligen Unternehmens einbezogen – zum Beispiel dann, wenn ein Arbeitsplatz behinderungsbedingt umgebaut werden muss? Es ist wichtig, dass alle an einem mehr lesen

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Inklusion in Deiner Nähe

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: Inklusionslandkarte/Inklusion bewegt Deutschland (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Diese Landkarte ist über und über gefüllt mit vielen Projekten rund um das Thema Inklusion. Sie verdeutlicht nicht nur, wie vielfältig unsere Gesellschaft und Hilfsprojekte bereits sind, sondern animiert auch gleich dazu, mitzumachen: In die digitale Inklusionslandkarte darf jeder inklusive Projekte eintragen – die eigenen oder auch Ideen für ein neues Projekt. Auch Fachleute zum Thema Inklusion können sich als Referenten aufführen lassen. Beides wurde bereits von vielen Teilnehmern fleißig umgesetzt. Inzwischen ist daraus eine bunte Sammlung aus Organisationen, Ideen und Maßnahmen entstanden. Hier geht es zur Karte: ↗ Inklusionslandkarte

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Starthilfe bei der beruflichen Neuorientierung

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: Bundesverband Deutscher Berufsförderwerke (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Ein Krankenpfleger, der wegen eines Bandscheibenvorfalls plötzlich nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, ein Ingenieur, der bei einem Arbeitsunfall eine schwere Verletzung davonträgt, die nicht vollständig ausheilt, ein Bäcker, der eine Stauballergie entwickelt und die Backstube meiden muss: Arbeitsunfähigkeit kann sehr unterschiedliche Formen annehmen und jeden treffen. Die Vorfälle und Entwicklungen, die dazu führen, kommen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fast immer unerwartet – und meistens ist danach auch eine berufliche Neuorientierung nötig. Durch diese oftmals schwierige Phase begleiten die Experten des Verbundes der Deutschen Berufsförderwerke. Sie beraten und unterstützen Menschen unter bestimmten Voraussetzungen bei der Umschulung und auch beim Wiedereinstieg in den Beruf nach einem Unfall. Es gibt auch präventive Angebote, also die Möglichkeit, frühzeitig Lösungen zu entwickeln, wenn bereits abzusehen ist, dass sich das Befinden eines Berufstätigen über kurz oder lang negativ verändern wird. Die Berufsförderwerke wenden sich mit ihrem Angebot übrigens nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch an Unternehmen. Sie helfen Firmen auf Wunsch bei der Bewältigung der vielen Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes – zum Beispiel, wenn das Unternehmen einen Mangel an Fachkräften abfedern muss und dabei Unterstützung braucht. Das Webangebot des Bundesverbandes, der übrigens mit rund 100 Standorten in Deutschland vertreten ist, bietet unter anderem Informationen zu mehr lesen

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Barrierefreie Veranstaltungen planen

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: ramp-up.me (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Die Räumlichkeiten sind gebucht, das Programm steht, die Catering-Firma weiß Bescheid. Das Event kann kommen – oder? Noch nicht ganz. Was vielen Veranstaltern oft “durchrutscht”, ist das Thema Barrierefreiheit. Denn ob ein Event wirklich für alle Gäste zugänglich ist, hängt sowohl vom Veranstaltungsort ab als auch vom Programm und von der Kommunikation vor und während des Ereignisses – technisch wie inhaltlich. Diese Aspekte sollten am besten frühzeitig bedacht werden und direkt in die Planungen einfließen. Was dabei wichtig ist und welche interessanten Möglichkeiten es gibt, Veranstaltungen bewusst barrierefrei zu gestalten, ist das Thema des Portals Ramp-up.me. Die Seite ist als Initiative des Vereins Sozialhelden e. V. entstanden und gibt viele Tipps und Hinweise rund um barrierefreie Planung von Events. Der Wunsch und das Ziel der Initiatoren ist es, eine vielfältigere und buntere Veranstaltungskultur schaffen, in der alle Menschen gleichberechtigt agieren und teilnehmen können und mit ihren Beiträgen gehört werden. Hier geht es zum Portal: ↗ ramp-up.me

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Was sind Inklusionsunternehmen?

Fakten, Service, Infos, LWL-Messe 2017 Foto: LWL

Der Arbeitsmarkt sollte für Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen bieten wie für Menschen ohne Handicap. Um die Entwicklung dorthin voranzutreiben, sind Inklusionsunternehmen ein guter und wichtiger Ansatz. Im Interview erklären Mitarbeiter des LVR-Inklusionsamtes, was genau diese Unternehmen sind, was sie ausmacht und mit welchen Mitteln der LWL, das Land NRW und der Bund dieses Konzept unterstützt und fördert. Redaktion: Was genau sind Inklusionsunternehmen? LVR-Inklusionsamt: Inklusionsunternehmen sind gewöhnliche Betriebe, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Im Schnitt beschäftigen diese Firmen zwischen 25 und 50 Prozent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlich schweren Handicaps. Sie haben deshalb aber keinen Sonderstatus, sondern müssen sich wie jedes andere Unternehmen auf dem freien Markt behaupten. In Westfalen-Lippe gibt es zur Zeit rund 160 Inklusionsbetriebe und -abteilungen, in denen etwa 2000 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Die Firmen und Betriebe tragen damit zu einem inklusiven Arbeitsleben bei, weil sie Menschen mit Handicap dauerhafte und sozialversicherungspflichtige Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten. Redaktion: Welche Rolle spielt das LVR-Inklusionsamt in diesem Zusammenhang? LVR-Inklusionsamt: Der Landschaftsverband-Westfalen Lippe erfüllt als gemeinnütziger Träger viele soziale Aufgaben in der Region. Wir sind, als eine Einrichtung innerhalb dieses Trägers, sozusagen die „ausführende Hand“ in einem bestimmten Bereich. So sind wir zum Beispiel mehr lesen

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Ein Wegweiser für mehr inklusive Arbeitsplätze

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: iwkoeln.de | Bearbeitung: LWL

Viele Arbeitgeber scheuen sich davor, Menschen mit Behinderungen in ihren Unternehmen einzustellen – die Gründe dafür sind aber oft einfach mangelnde Informationen und fehlende Erfahrungswerte rund um das Thema Inklusion am Arbeitsplatz.

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