Menschen und ihre Geschichten

In dieser Rubrik geht es um Menschen und ihre persönlichen Perspektiven – vor allem in Bezug auf ihre Arbeits- und Berufswelt. Einige haben ein inklusives Unternehmen oder Projekt gegründet, mit dem sie (anderen) Menschen mit Behinderung den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

VIER FRAGEN AN… Günter Benning

Allgemein, Menschen und ihre Geschichten

Unternehmensberater helfen Betrieben dabei, ihre Produktivität und Effizienz zu steigern. Dabei agieren sie als neutrale Beobachter, spüren Probleme auf, suchen nach Lösungswegen und helfen, neue Strukturen zu finden. Das gleiche tun auch Unternehmensberater, die auf das Thema Inklusion spezialisiert sind, aber mit einem anderen Schwerpunkt: Sie helfen Unternehmen, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung ...

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Barrierefreiheit in Echtzeit

Fundstücke aus dem Netz, Menschen und ihre Geschichten

Kurze Sätze, Passiv, Genitiv und Konjunktiv vermeiden, viele Absätze einfügen: Das sind, grob zusammengefasst, die Regeln der Leichten Sprache. Diese Variation des Deutschen ist dazu gedacht, die komplexe Grammatik des Deutschen so stark zu vereinfachen, dass jeder Mensch den Inhalt eines Textes gut verstehen kann – also auch diejenigen, ...

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Eine positive Haltung und Hilfe von Experten

Menschen und ihre Geschichten, Projekte und Unternehmen

Vor fast 20 Jahren ging bei der Sternberg-Dental-Labor GmbH in Gesecke im Kreis Soest eine vielversprechende Bewerbung ein: Eine Frau mit Hörbehinderung interessierte sich für eine Stelle als Zahntechnikerin. Sie schien perfekt für die Aufgabe zu sein, und die Chefin des Labors, Karin Schulz, wollte die Bewerberin sehr gerne einstellen. Sie war aber etwas unsicher, ...

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„Vielfalt ist ein Teil der Lösung“

Menschen und ihre Geschichten Die Personal-Managerin der Lufthansa, Maria Léon.

Die Flugzeuge der Lufthansa transportieren monatlich mehrere Millionen Menschen durch die gesamte Welt. Rund 120.000 Mitarbeiter sorgen für den möglichst reibungslosen Ablauf bei der Group, etwa 4,3 Prozent von ihnen haben eine Behinderung. Maria León ist Personal-Managerin mit dem Schwerpunkt Inklusion im Unternehmen. Wir wollten von ihr wissen: Was tut die Lufthansa für die Inklusion im Berufsleben? Frau Léon, eine aktuelle Zahl zum Einstieg: Im Jahr 2016 waren 13,4 Prozent aller Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland arbeitslos, das sind mehr als doppelt so viele im Vergleich zu Menschen ohne Behinderung. Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptgründe dafür? Ganz einfach gesprochen: Es liegt an Vorurteilen. In unserer Gesellschaft kämpfen viele Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen immer noch mit den vielfältigen Vorbehalten ihrer Mitmenschen ohne Behinderung. Es fehlt hier ein breiter „Diversity“-Ansatz, der das Anderssein als wertvoll ansieht. Auch viele Unternehmen haben immer noch nicht erkannt, wie viel Potenzial durch diese Barrieren in unseren Köpfen auf der Strecke bleibt. Ich sehe das Problem hier vor allem bei denjenigen, die auf Einheitlichkeit abzielen, anstatt sich auf die Vielfalt unserer Gesellschaft einzulassen. Unterschiedlichkeit müsste viel öfter und selbstverständlicher als ökonomischer Erfolgsfaktor gesehen werden – und nicht als Nachteil. Der Fokus auf mehr lesen

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VIER FRAGEN AN… Carina Kühne

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Carina Kühne lächelt freundlich in die Kamera.

Carina Kühne hat einen Beruf, von dem viele träumen: Sie ist Schauspielerin. Ihren Durchbruch hatte sie im Jahr 2014 mit „Be my Baby“, einem Film, in dem sie eine junge Frau spielt, die wie sie selbst das Down-Syndrom hat. Seit diesem ersten großen Erfolg in Deutschland darf Carina Kühne immer wieder in neue, verschiedene Rollen schlüpfen. Wenn sie mal nicht vor der Kamera steht, engagiert sich die 32-jährige mit viel Herzblut für die Inklusion. Als Aktivistin hält sie zum Beispiel Vorträge, gibt Interviews zum Thema und bloggt über ihr Leben und das, was sie bewegt. Sie wünscht sich eine Gesellschaft, in der Menschen einander auf Augenhöhe begegnen. Im Interview hat sie uns verraten, was dem aus Ihrer Sicht noch im Weg steht und wo sie Lösungen sieht, um die Barrieren im Kopf – und auch anderswo – abzubauen. #1: Frau Kühne, was bedeutet für Sie Inklusion im Beruf und bei der Arbeit? Inklusion heißt für mich in diesem Zusammenhang: Es ist selbstverständlich, dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Es wäre allerdings erst dann wirklich Inklusion, wenn die Behinderung nicht mehr beachtet würde und keiner mehr als etwas „Besonderes“ darüber sprechen würde. mehr lesen

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„Bei Siemens sind Leistung und Behinderung kein Widerspruch“

Menschen und ihre Geschichten Nicole Herrfurth ist bei Siemens verantwortlich für den Bereich "Leadership Development, Diversity und Inclusion".

Wie steht es eigentlich um die Inklusion in den größten und umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland? In unserer Serie „Inklusion in Unternehmen des Deutschen Aktien-Index (DAX)“ befragen wir die Verantwortlichen aus einigen dieser Firmen zum Thema. Das erste Interview haben wir mit Siemens geführt, einem der zehn größten...

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VIER FRAGEN AN… Lars Hemme

Allgemein, Menschen und ihre Geschichten

Lars Hemme arbeitet als Wissenschaftliche Hilfskraft in der Zentralen Studienberatung Paderborn und berät zum Thema Studium mit Behinderung. Er spricht dabei aus eigener Erfahrung: Wegen einer angeborenen Gelenksteife lebt er mit Rollstuhl. In seiner Freizeit bloggt der 41-jährige über sein Leben mit 24-Stunden-Assistenz und über Themen wie Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung. Im Interview...

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VIER FRAGEN AN… Viola Steinbeck

Menschen und ihre Geschichten Porträtfoto von Viola Steinbeck

Viola Steinbecks Beruf ist spannend und fordernd zugleich, denn sie erfährt viele persönliche Dinge von ihren Kunden. Die 45-Jährige arbeitet als Personal Coach und begleitet in diesem Job Menschen durch schwierige Lebensphasen und Situationen. Dafür muss sie vor allem eines gut können: Zuhören. Das würde sie sich oft genug auch von Menschen wünschen, die in der Gesellschaft die wichtigen Entscheidungen treffen. Sie selbst erkrankte mit 7 Jahren an Rheuma, die Inklusion ist auch deshalb einer ihrer Schwerpunkte bei der Arbeit. Sie berät und begleitet zum Beispiel andere Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben und berät Unternehmen, Vereine und anderen Institutionen, die sich auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit machen wollen. Ein wichtiger Teil dieses Jobs ist es, über oft unbewusste Barrieren aufzuklären und Sorgen und Ängste zu nehmen. Außerdem hilft sie dabei, das Potenzial einzelner Menschen zu erkennen und zu fördern. Im Gespräch hat uns die 45-jährige erklärt, was aus ihrer Sicht für eine gelungene Inklusion besonders wichtig ist. #1 Frau Steinbeck, was bedeutet für Sie Inklusion im Beruf und bei der Arbeit? Es müssten sich meiner Meinung nach als erstes und dringend die schulischen Strukturen ändern, damit eine Gleichberechtigung in der Bildung erreicht werden kann. mehr lesen

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VIER FRAGEN AN… Volker Westermann

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Volker Westermann rührt Eier in einer Schüssel an und schaut in die Kamera.

Wenn er nicht gerade mit seiner Frau Iris um die Welt reist, findet man Volker Westermann in der Küche. Als Moderator und Showkoch in der Sendung „dinner for everyone“ hat er unter anderem schon mit Alfred Biolek, Bernhard Hoëcker, Guildo Horn und Ole Plogstedt den Kochlöffel geschwungen und sich mit seinen Gästen ...

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„Die Arbeitgeber werden immer optimistischer“

Menschen und ihre Geschichten Foto: Aktion Mensch

An einem sicheren Arbeitsplatz den Lebensunterhalt selbst zu verdienen, mit einem Job, der den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht: Das wünschen sich die meisten Menschen. Wer mit einer Behinderung lebt, hat es aber oft viel schwerer, eine Beschäftigung zu finden, die zu den eigenen Fähigkeiten passt. Viele Arbeitgeber:innen scheuen trotz Fachkräftemangel, Menschen mit Behinderung in ihren Betrieben einzustellen – sogar dann, wenn diese hervorragend ausgebildet sind. Warum das in Deutschland so ist, wollte die Aktion Mensch genauer wissen und hat das so genannte Inklusionsbarometer entwickelt. Ein Interview mit der Leiterin des Bereiches Aufklärung bei der Aktion Mensch Christina Marx über die Studie und die Situation von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben.

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