Projekte und Unternehmen

In dieser Rubrik stellen wir gute inklusive Projekte, Unternehmen oder Startups vor, die die Inklusion im Arbeitsleben auf ganz unterschiedlichen Wegen vorantreiben.

Ideen in allen Farben

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Bei Moderne Floristik Steinbrecher in Waltrop arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung für Privatkunden, Firmen und den BVB. Zum Team gehört auch Stefanie Salewski, die seit ihrer Geburt gehörlos ist.

„Ich möchte gerne einen bunten Frühlingsstrauß verschenken“, sagt der Mann, der direkt vor Katharina Wodrich steht. „Können Sie bitte auch Freesien reinbinden?“ Während er spricht, schaut ihm die 24-Jährige hinter dem Verkaufstresen bei Moderne Floristik Steinbrecher in Waltrop konzentriert ins Gesicht. Dann nickt sie lächelnd und zieht eine gelbe Freesie aus einer Vase. Dazu sucht sie weiße Ranunkeln, blaue Hyazinthen und Ginster aus. „Gefällt Ihnen das?“, fragt sie und sieht den Kunden wieder an. Die junge Frau ist auf einem Ohr taub, auf dem anderen hat sie nur noch drei Prozent Hörkraft. Dass der Mann mit ihrem Vorschlag zufrieden ist, liest sie von seinen Lippen ab. Als Inhaberin Birgit Honvehlmann, die 22 Jahre lang beim Gründer-Ehepaar Otto und Erika Steinbrecher angestellt war, das Blumengeschäft Anfang 2014 übernahm, machte sie aus dem Laden ein Integrationsunternehmen. Neben Katharina Wodrich beschäftigt sie noch drei weitere Mitarbeiterinnen mit einer Behinderung. Für Wodrich war die Stelle in Waltrop ein Segen. „Das war schon mein Traumberuf, als ich noch im Kindergarten war“, sagt die gelernte Floristin. Ein ganz besonderer Auftrag steht alle paar Wochen an. Dann begleitet die junge Frau ihre Chefin nach Dortmund ins Stadion des BVB, zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen aus dem mehr lesen

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Integration über Jahrzehnte

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

In der Wäscherei Kreft in Dortmund sind vierzehn Menschen mit Behinderung beschäftigt. Die Eigentümer Alexander und Sandra Schwenk schätzen an den Kolleginnen und Kollegen die Zuverlässigkeit und Konstanz, auch wenn es um anstrengende Arbeit geht. Als Sandra und Alexander Schwenk im Jahr 1995 die Wäscherei Kreft im Dortmunder Vorort Kirchhörde von den Vorbesitzern abkauften, wollten sie zunächst nur eine berufliche Existenz für sich selbst aufbauen. „Ich war als Außendienstmitarbeiter für die Firma meines Vaters unterwegs, der die Wäscherei als Kunden hatte“, erinnert sich Alexander Schwenk. „Als der Eigentümer relativ jung verstarb, fragte dessen Frau meinen Vater um Rat. Es gab dort ein besonderes Vertrauensverhältnis.“ Die Firma stand zum Verkauf – und Alexander Schwenk entschied sich nach längerem Überlegen, den Schritt zu wagen. Ehefrau Sandra, die als Arzthelferin einen guten Job hatte, stieg mit ein. Die beiden bauten den Betrieb stetig aus, heute hat sich die Anzahl der gereinigten Wäschestücke versiebenfacht. Zum Angebot zählen die klassische Hemdenwäsche für Privatkunden, aber auch Großaufträge für Unternehmen sowie spezielle Angebote, wie chemische, Teppich- oder Lederreinigung, und ein Änderungs- und Abholservice. Engagement von Anfang an Von der Idee eines Integrationsunternehmens waren sie damals noch weit entfernt – und es sollte bis zum Jahr 2010 dauern, mehr lesen

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Der gute Geschmack

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Schon an der Eingangstür der Firma Werner & Co. Gewürze strömt den Besuchern der Duft von Kardamom entgegen, dazu mischt sich Pfefferstaub, der in der Nase kitzelt. „Wir selbst riechen das kaum noch“, sagt Helmut Schulte, Inhaber und Geschäftsführer des Gelsenkirchener Traditionsunternehmens. Kein Wunder: Bis zu 30 Tonnen der verschiedensten Gewürze setzen die 30 Mitarbeiter jeden Tag um, mahlen Pfeffer, füllen Chili, Paprika und Kurkuma ab, bereiten Mischungen zum Grillen oder für die Wurstherstellung zu. Sebastian Vollrath, der heute für die Mühle eingeteilt ist, hebt einen Sack auf die Schulter und kippt weiße Pfefferkörner in einen Trichter. Der 33-Jährige arbeitet zügig und geschickt; dass ihm an beiden Händen jeweils vier Finger fehlen, fällt erst auf den zweiten Blick auf. Seit seiner Geburt hat Vollrath nur seine beiden Daumen. Dank lebenslanger Übung kann er mit ihnen und dem Rest seiner Hände aber ebenso viel leisten wie die Kollegen. Werner & Co. Gewürze hat seit 2010 eine Integrationsabteilung: Zehn der 30 Mitarbeiter haben eine Behinderung. Sebastian Vollrath ist froh, hier eine Chance bekommen zu haben. Vor gut anderthalb Jahren bewarb er sich initiativ. „Ich bin kein Typ für einen Bürojob, ich brauche immer Bewegung“, sagt der Essener. Seine Ausbildung zum Kaufmann für mehr lesen

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Einfach machen und durch

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Die Varia GmbH montiert als Dienstleister einen besonders leichten und stabilen Rad-Gepäckträger. 

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Inklusion im ältesten Haus Wiedenbrücks

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Kuchen verkaufen: Das macht Ann-Sophie Bathe am liebsten. „Heute haben wir Käsekuchen, Apfelkuchen, Kirsch-Krokant und Mandarine-Maracuja“, zählt sie auf. Die zierliche junge Frau mit der roten Schürze steht hier entweder hinter der Kuchentheke oder bringt den Gästen Kaffee an den Tisch. Zwischendurch verpackt sie kleine Nussecken für den Verkauf und verschließt die durchsichtigen Tütchen sorgfältig mit roten Schleifen. Die 28-Jährige ist eine von sieben Mitarbeitern mit Behinderung im Integrationsunternehmen Café Anker Villa in Rheda-Wiedenbrück. Sie hat starke Lernschwierigkeiten, vor allem Mathematik ist ihr immer schwergefallen. Deshalb hat sie mit Zahlen ihre Probleme, Abläufe und Daten kann sie sich ebenfalls schlecht merken. Doch ihr größtes Handicap, sagt die junge Frau, ist ihre Schüchternheit. „Ich bin manchmal sehr unsicher und ich traue mich viele Sachen nicht“, erzählt sie. „Am liebsten würde ich mich dann in mein Schneckenhaus zurückziehen.“ „So, wie ich bin“ Nach der Schule machte Ann-Sophie Bathe eine Ausbildung zur Restaurant-Fachgehilfin im Hotel Aspethera in Paderborn, das wie die Anker Villa ein Integrationsbetrieb ist. Für den neuen Job zog die gebürtige Soesterin nach Rheda-Wiedenbrück, wo sie heute zwanzig Stunden pro Woche arbeitet. Ihre Wohnung liegt zwei Kilometer vom Café entfernt, den Weg fährt sie jeden Tag mit dem Fahrrad. Die Stelle mehr lesen

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Für die Kunden auf Achse

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Drei Menschen mit Handicap arbeiten für die Märkte von Edeka Wehrmann in Ostwestfalen. Sie gehen für Kindergärten, Unternehmen und Privathaushalte einkaufen – und liefern frei Haus.

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Barrierefreie Veranstaltungen planen

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: ramp-up.me (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Die Räumlichkeiten sind gebucht, das Programm steht, die Catering-Firma weiß Bescheid. Das Event kann kommen – oder? Noch nicht ganz. Was vielen Veranstaltern oft “durchrutscht”, ist das Thema Barrierefreiheit. Denn ob ein Event wirklich für alle Gäste zugänglich ist, hängt sowohl vom Veranstaltungsort ab als auch vom Programm und von der Kommunikation vor und während des Ereignisses – technisch wie inhaltlich. Diese Aspekte sollten am besten frühzeitig bedacht werden und direkt in die Planungen einfließen. Was dabei wichtig ist und welche interessanten Möglichkeiten es gibt, Veranstaltungen bewusst barrierefrei zu gestalten, ist das Thema des Portals Ramp-up.me. Die Seite ist als Initiative des Vereins Sozialhelden e. V. entstanden und gibt viele Tipps und Hinweise rund um barrierefreie Planung von Events. Der Wunsch und das Ziel der Initiatoren ist es, eine vielfältigere und buntere Veranstaltungskultur schaffen, in der alle Menschen gleichberechtigt agieren und teilnehmen können und mit ihren Beiträgen gehört werden. Hier geht es zum Portal: ↗ ramp-up.me

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Arbeiten auf dem Bauernhof

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Christian Hofmann überquert eine Weide, auf der schwarzgescheckte Milchkühe grasen, und stapft weiter zum Hühnergehege. Er schaltet den Elektrozaun ab, der Legehennen und Rinder voneinander trennt, und steigt darüber. „Na, ihr Süßen“, sagt er zu den braunen Hennen, die ihn erwartungsvoll gackernd umringen.

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Fehlerquote: Null Prozent

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Die EWIBO GmbH in Bocholt beschäftigt insgesamt elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung, darunter auch Rafa Lawah, die mit diesem Job jetzt ein eigenständiges (Arbeits-)Leben führen kann. Das Kerngeschäft der Firma in der Abteilung DMS ist die Digialisierung von Akten für Unternehmen und Behörden.

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Engagierten Nachwuchs fördern

Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: FAZ.net | Bearbeitung: LWL

Deutschland altert: Die Anzahl der über 60-Jährigen steigt stetig, junge Menschen hingegen gibt es vergleichsweise wenige. Diese Entwicklung, der so genannte demografische Wandel,

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