Projekte und Unternehmen

In dieser Rubrik stellen wir gute inklusive Projekte, Unternehmen oder Startups vor, die die Inklusion im Arbeitsleben auf ganz unterschiedlichen Wegen vorantreiben.

Inklusion im ältesten Haus Wiedenbrücks

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Kuchen verkaufen: Das macht Ann-Sophie Bathe am liebsten. „Heute haben wir Käsekuchen, Apfelkuchen, Kirsch-Krokant und Mandarine-Maracuja“, zählt sie auf. Die zierliche junge Frau mit der roten Schürze steht hier entweder hinter der Kuchentheke oder bringt den Gästen Kaffee an den Tisch. Zwischendurch verpackt sie kleine Nussecken für den Verkauf und verschließt die durchsichtigen Tütchen sorgfältig mit roten Schleifen. Die 28-Jährige ist eine von sieben Mitarbeitern mit Behinderung im Integrationsunternehmen Café Anker Villa in Rheda-Wiedenbrück. Sie hat starke Lernschwierigkeiten, vor allem Mathematik ist ihr immer schwergefallen. Deshalb hat sie mit Zahlen ihre Probleme, Abläufe und Daten kann sie sich ebenfalls schlecht merken. Doch ihr größtes Handicap, sagt die junge Frau, ist ihre Schüchternheit. „Ich bin manchmal sehr unsicher und ich traue mich viele Sachen nicht“, erzählt sie. „Am liebsten würde ich mich dann in mein Schneckenhaus zurückziehen.“ „So, wie ich bin“ Nach der Schule machte Ann-Sophie Bathe eine Ausbildung zur Restaurant-Fachgehilfin im Hotel Aspethera in Paderborn, das wie die Anker Villa ein Integrationsbetrieb ist. Für den neuen Job zog die gebürtige Soesterin nach Rheda-Wiedenbrück, wo sie heute zwanzig Stunden pro Woche arbeitet. Ihre Wohnung liegt zwei Kilometer vom Café entfernt, den Weg fährt sie jeden Tag mit dem Fahrrad. Die Stelle mehr lesen

Beitrag lesen

Für die Kunden auf Achse

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Drei Menschen mit Handicap arbeiten für die Märkte von Edeka Wehrmann in Ostwestfalen. Sie gehen für Kindergärten, Unternehmen und Privathaushalte einkaufen – und liefern frei Haus.

Beitrag lesen

Barrierefreie Veranstaltungen planen

Fakten, Service, Infos, Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: ramp-up.me (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Die Räumlichkeiten sind gebucht, das Programm steht, die Catering-Firma weiß Bescheid. Das Event kann kommen – oder? Noch nicht ganz. Was vielen Veranstaltern oft “durchrutscht”, ist das Thema Barrierefreiheit. Denn ob ein Event wirklich für alle Gäste zugänglich ist, hängt sowohl vom Veranstaltungsort ab als auch vom Programm und von der Kommunikation vor und während des Ereignisses – technisch wie inhaltlich. Diese Aspekte sollten am besten frühzeitig bedacht werden und direkt in die Planungen einfließen. Was dabei wichtig ist und welche interessanten Möglichkeiten es gibt, Veranstaltungen bewusst barrierefrei zu gestalten, ist das Thema des Portals Ramp-up.me. Die Seite ist als Initiative des Vereins Sozialhelden e. V. entstanden und gibt viele Tipps und Hinweise rund um barrierefreie Planung von Events. Der Wunsch und das Ziel der Initiatoren ist es, eine vielfältigere und buntere Veranstaltungskultur schaffen, in der alle Menschen gleichberechtigt agieren und teilnehmen können und mit ihren Beiträgen gehört werden. Hier geht es zum Portal: ↗ ramp-up.me

Beitrag lesen

Arbeiten auf dem Bauernhof

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Christian Hofmann überquert eine Weide, auf der schwarzgescheckte Milchkühe grasen, und stapft weiter zum Hühnergehege. Er schaltet den Elektrozaun ab, der Legehennen und Rinder voneinander trennt, und steigt darüber. „Na, ihr Süßen“, sagt er zu den braunen Hennen, die ihn erwartungsvoll gackernd umringen.

Beitrag lesen

Fehlerquote: Null Prozent

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Die EWIBO GmbH in Bocholt beschäftigt insgesamt elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung, darunter auch Rafa Lawah, die mit diesem Job jetzt ein eigenständiges (Arbeits-)Leben führen kann. Das Kerngeschäft der Firma in der Abteilung DMS ist die Digialisierung von Akten für Unternehmen und Behörden.

Beitrag lesen

Engagierten Nachwuchs fördern

Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: FAZ.net | Bearbeitung: LWL

Deutschland altert: Die Anzahl der über 60-Jährigen steigt stetig, junge Menschen hingegen gibt es vergleichsweise wenige. Diese Entwicklung, der so genannte demografische Wandel,

Beitrag lesen

Service und Qualität müssen stimmen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Bild: LWL

In der Kantine des Musiktheaters Gelsenkirchen arbeiten elf Menschen, fünf davon haben eine Behinderung. Gemeinsam haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO Service GmbH einen Treffpunkt für die Gäste geschaffen, der immer beliebter wird. Der folgende Film stellt das erfolgreiche Integrationsunternehmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor.

Beitrag lesen

Von der Werkstatt hinter’s Lehrerpult

Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen Screenshot: sueddeutsche.de | Bearbeitung: LWL

Horst-Alexander Finke hat seine bisherige Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen an den Nagel gehängt. Der 52-Jährige lebt seit seiner Geburt mit einer Sehbehinderung und einer Hirnleistungsschwäche. Heute steht er hinter einem Lehrerpult in Kiel und erklärt dem Nachwuchs im Bildungsbereich, worauf es beim Thema Inklusion ankommt: Er unterrichtet angehende Lehrer und Sozialarbeiter im Zuge des Projektes “Inklusive Bildung”, damit diese lernen, im späteren Beruf das gemeinsame Lernen und Leben von Menschen mit und ohne Behinderung besser zu managen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Kieler Stiftung “Drachensee”. ↗ Link zur Reportage in der Süddeutschen Zeitung

Beitrag lesen

Fit für die Zukunft

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Foto: LWL/Arendt

Werner und Ruth Lüttmann haben ihr Unternehmen im Bereich Garten- und Landschaftsbau im Laufe eines Vierteljahrhunderts stetig ausgebaut – mit vielen Ideen und hoher Qualität für die Kunden. Und auch, indem der Betrieb unter anderem auf die Stärken von Menschen mit Handicaps setzt. Die vier Reihen Menschen auf dem Foto wirken wie eine Wand. Alle tragen ein in grün eingesticktes »Lüttmann « auf ihrer schwarzen Dienstkleidung. Es ist das offizielle Bild der »Lüttmann Garten- und Landschaftsgestaltung« in Recke zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2013. Die meisten darauf lächeln, schauen nach vorne, wirken selbstsicher und stolz. Auf dem Foto spiegelt sich der Geist des Unternehmens, das Werner Lüttmann 1988 gegründet hat. Beschäftigt sind hier derzeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle hat Lüttmann selbst eingestellt. „Wir brauchen Leute, die zu uns passen“, sagt er und zeigt auf das Foto, das groß gerahmt im Besprechungsraum hängt. Einer dieser Leute ist Mergim Noshaj. Er hat seine Ausbildung bei Lüttmann gemacht. Noshaj hat eine Schwerhörigkeit geerbt, erzählt Werner Lüttmann, deshalb könne er sich kaum verbal ausdrücken. Seine besonderen Fähigkeiten liegen im Pflasterbereich, sagt sein Chef über ihn. Wo Hände und Füße nicht mehr reichen, ersetzen das gesprochene Wort unter Kollegen Zettel und Stift, manchmal sogar mehr lesen

Beitrag lesen
Schließen