Projekte und Unternehmen

In dieser Rubrik stellen wir gute inklusive Projekte, Unternehmen oder Startups vor, die die Inklusion im Arbeitsleben auf ganz unterschiedlichen Wegen vorantreiben.

Hilfe und Schutz für Mädchen mit Handicap, die Gewalt erfahren

Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen

Unser Linktipp zum Wochenende hat ausnahmsweise nichts mit dem Thema Arbeit zu tun. Wir finden aber, dass dieses Projekt unbedingt einen Hinweis verdient, weil es dabei um ein besonders wichtiges Thema geht: Um Gewalt nämlich, und zwar insbesondere um Gewalt gegen Mädchen mit Behinderung. Sie sind leider besonders oft solchen furchtbaren Situationen ausgesetzt und brauchen umso mehr passende, niedrigschwellige Hilfsangebote. Das Mädchenhaus Bielefeld e. V. hat aktuell genau so ein Beratungsprojekt ins Leben gerufen, das vom Land NRW gefördert wird: Das Portal „Mädchen sicher inklusiv“ wendet sich explizit an Mädchen und junge Frauen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen, die Gewalt erfahren haben, in einer Krisen- oder Notsituation stecken, sich nicht verstanden oder alleine mit ihren Problemen fühlen oder Hilfe und Schutz vor Gewalt suchen. Dazu stehen im Portal viele Informationen in gut verständlicher Sprache bereit, das Mädchenhaus bietet auf der Seite aber vor allem eine Online-Beratung und eine Telefon-Hotline an. Die Beraterinnen und Berater weisen auch gern den Weg zu einer Kontaktperson in der Nähe, die beraten, unterstützen und natürlich auch vor akuter Gewalt schützen kann. Die Inhalte und Angebote der Seite sind übrigens nicht nur in der deutschen Alltagssprache aufbereitet, sondern stehen auch in Deutscher Gebärdensprache (DGS), in Leichter mehr lesen

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„Kuschelkurs geht nicht, wenn man im Wettbewerb bestehen muss“

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Sie hat es geschafft: Für Adelheid Hoffbauer steht die Rente an. Nur kann sich im Integrationsunternehmen »Die Brücke« in Bad Lippspringe niemand ein Arbeiten ohne sie so recht vorstellen. Sie ist nicht nur Selfmade-Unternehmerin, sondern auch die Mitgründerin der Wäscherei in Ostwestfalen. Der Betrieb expandiert und ist voriges Jahr in eine neue Produktionshalle am bisherigen Standort gezogen. Momentan arbeiten hier 33 Menschen, davon 16 mit einer Behinderung. Und es gibt noch ehrgeizigere Pläne: Die Geschäftsleitung strebt eine Verdoppelung der Kapazitäten und der Beschäftigten innerhalb von drei Jahren an. 60 Menschen sollen hier künftig insgesamt arbeiten. Adelheid Hoffbauer will dann allerdings schon in Rente sein. „Definitiv“, sagt sie und nickt ihrer Schwiegertochter Christiane Hoffbauer zu, die neben ihr sitzt. Die junge Diplom-Pädagogin ist für die psychosoziale Betreuung im Unternehmen verantwortlich und wird einmal die Geschäftsführung der Wäscherei übernehmen. Und noch ein weiteres Familienmitglied arbeitet in diesem Betrieb: Adelheid Hoffbauers Tochter, die Ende 1996 zugleich einer der Hauptgründe war, »Die Brücke« überhaupt aus der Taufe zu heben. Die Gründung war ein großer Schritt „Meine Tochter hat eine Lernbehinderung. Das Unternehmen sollte ihr und anderen Menschen mit Behinderungen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz bieten“, sagt Adelheid Hoffbauer. »Die Brücke« gehört damit zu den Vorläufern der heutigen mehr lesen

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„Mit der Gewohnheit fielen alle Schranken“

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Zwei Mitarbeiter, die einen Ohrschutz tragen, sortieren Metallfedern in eine Schleifmaschine.

Bei Knut Schuster war es der Vater, der ihm klarmachte, dass Menschen mit Behinderungen ebenso große Chancen wie nichtbehinderte Menschen haben sollten – schon deshalb, weil sein Papa an einer offenen Tuberkulose litt ...

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Inklusionsunternehmen: Ein Erfolgsmodell für alle Beteiligten

Fakten, Service, Infos, LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Rund 160 Inklusionsbetriebe und -abteilungen behaupten sich in Westfalen-Lippe am Markt. Auf der LWL-Messe, die diesen Mittwoch (1. März 2017) ab 9 Uhr zum vierten Mal seit dem Jahr 2010 in der Halle Münsterland stattfindet, stellen diese Firmen sich und ihre Leistungen vor.

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Eine positive Haltung und Hilfe von Experten

Menschen und ihre Geschichten, Projekte und Unternehmen

Vor fast 20 Jahren ging bei der Sternberg-Dental-Labor GmbH in Gesecke im Kreis Soest eine vielversprechende Bewerbung ein: Eine Frau mit Hörbehinderung interessierte sich für eine Stelle als Zahntechnikerin. Sie schien perfekt für die Aufgabe zu sein, und die Chefin des Labors, Karin Schulz, wollte die Bewerberin sehr gerne einstellen. Sie war aber etwas unsicher, ...

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Erfolg ab dem ersten Essen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Rindfleisch vom Hof im Nachbardorf, Biokartoffeln und fair gehandelter Kakao, zubereitet von Menschen mit und ohne Behinderung: In den Schulmensen, die das Lippetaler Unternehmen GC Bestfood beliefert, kommt soziale Verantwortung auf den Tisch. Seit 2010 ist der Integrationsbetrieb mit diesem Konzept auf Erfolgskurs.

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Nicht nur sauber, sondern rein

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Es ist ein sonniger Tag, als Ali Cütcü seinen weißen Lkw auf den Hof der Schlossklinik Pröbsting steuert. Langsam fährt er an dem großen weißen Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert vorbei, in dem die Verwaltung der „Privaten Akutklinik für Psychologische Medizin“ untergebracht ist. Ein paar Meter weiter hält er den Wagen an, steigt aus und geht um das Auto herum zur Ladeklappe. Per Knopfdruck...

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Ein Tag rund um die Inklusion im Beruf

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen

Wo würden eigentlich Schülerinnen und Schüler, die eine Behinderung haben, nach ihrem Abschluss gerne arbeiten, und wie wünschen sie sich die künftige Arbeitswelt? Was genau ist „Social Franchising“ und was hat es mit Inklusion zu tun? Wie können Unternehmer in ihrer Firma eine Integrationsabteilung gründen und welche Fördermöglichkeiten gibt es dafür? Wie wird aus einer Geschäftsidee für ein neues Integrationsunternehmen oder eine Integrationsabteilung ein tragfähiges Geschäftsmodell? Was muss bei der Führung von Mitarbeitern beachtet werden? Und wenn ein Unternehmen mal größere Probleme am Markt hat: Wie kann Sanierungsmanagement dabei helfen, eine Krise abzuwenden und so Arbeitsplätze zu erhalten? Auf all diese und noch mehr Fragen wird es am 1. März bei der LWL-Messe der Integrationsunternehmen Antworten geben. Die Veranstaltung findet im Messe- und Congresszentrum in der Halle Münsterland statt und ist für alle Besucher offen und kostenlos – genauso wie die insgesamt 26 Workshops, Seminare und Vorträge, die ihr an diesem Tag zwischen 9 und 16 Uhr auf der Messebühne und in drei Seminarräumen besuchen könnt. Die Veranstaltungen werden von verschiedenen Experten aus dem Themenfeld moderiert und gestaltet. Ihr könnt euch außerdem an den vielen Ständen der Integrationsunternehmen und der anderen Aussteller in der Halle informieren, euch an Mitmachaktionen beteiligen mehr lesen

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Vom belegten Brötchen bis zur Autowäsche

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen, Veranstaltungen & Wettbewerbe Alexander Schneider, ein Mitarbeiter des Servicehauses, beim Reinigen einer Autoscheibe.

Langeweile kennt Alexander Schneider in seinem Job im Hahme Frische Markt nicht. „Ich bekomme immer wieder neue Aufgaben. Das ist interessant und die Zeit geht schnell vorbei“, sagt der 47-Jährige mit fröhlicher Stimme. Meist hat er an der Waschanlage zu tun, die an den kleinen Supermarkt im Stemweder Ortsteil Haldem angeschlossen ist. Dort reinigt er die Wagen der Kunden und hält die Arbeitsgeräte in Schuss. Zwischendurch hilft er im Laden mit, sortiert Waren in die Regale...

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Nur, wer alles versteht, kann überall mitmachen

LWL-Messe 2017, Projekte und Unternehmen Ausschnitt aus dem Film

Leichte Sprache ist weit mehr als nur eine Art, sich besonders einfach auszudrücken. Sie ist eine „Variation“ des Deutschen, die eigenen, strengen Regeln folgt. Die Idee dieses Konzeptes: Einen Text in Leichter Sprache soll jeder verstehen können, zum Beispiel auch Menschen mit geistigen oder Lernbehinderungen oder Menschen, die kaum Deutsch sprechen. Es braucht viel Wissen und Übung, um auf diese Weise schreiben zu können und auch, um aus der Alltagssprache in die Leichte Sprache zu übersetzen. Außerdem müssen alle Texte immer sorgfältig geprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden. Es gibt daher ganze Redaktionsbüros, die sich auf diese Arbeit spezialisiert haben, und eines davon stellen wir in diesem Film vor: Das Lebenshilfe Büro für Leichte Sprache Ruhrgebiet, das zugleich ein noch junges Integrationsunternehmen ist. Schon gewusst? Die Leichte Sprache kommt ursprünglich gar nicht aus Deutschland. England und Schweden sind die Erfinder dieser Idee, erst vor rund 20 Jahren kam das Sprach-Konzept für Menschen mit Behinderung zu uns. Auf Schwedisch heißt die Leichte Sprache „Lättläst“ und auf Englisch „Easy to read“. Beides bedeutet übersetzt „leicht zu lesen“. In den Ländern gehören diese sehr leichten Sprachversionen in der Gesellschaft schon viel selbstverständlicher dazu als in Deutschland. Im „Sveriges Radio“ zum Beispiel gibt es mehr lesen

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