Aus der Forschung

Was sagt eigentlich die Forschung zum aktuellen Stand der Inklusion im Arbeitsleben? In dieser Rubrik stellen wir euch ausgewählte Umfragen oder Studien vor, mit denen das Thema wissenschaftlich untersucht wird.

„Man kann auch wunderbar hinter den Plattentellern SITZEN“

Aus der Forschung

Als DJ Eltron legte Jan Haufe jeden Monat im Berliner Club Tresor auf, er produzierte und verkaufte viele Platten. 2011 war seine Karriere auf dem Höhepunkt, als er sich selbst mit heftigen Bauch- und Rückschmerzen in die Notaufnahme einlieferte und kurz darauf einen Herzstillstand erlitt. Die Ursache war ein Tumor. Den Krebs hatte Jan Haufe schnell überwunden, der Sauerstoffmangel während des Herzstillstandes verursachte aber bleibende motorische Störungen. Heute lebt der 38-Jährige mit Rollstuhl und arbeitet wieder in seinen Beruf als DJ und Produzent. Ein Interview.

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Roboter Schorsch arbeitet mit Menschen mit Handicap

Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz, Projekte und Unternehmen

Schorsch ist nicht aus Fleisch und Blut, aber trotzdem ein gern gesehener Kollege in einem inklusiven Unternehmen in Baden-Württemberg. Er ist ein Assistenzroboter, sein richtiger Name – nicht so klangvoll wie Schorsch, aber passend zu seiner Aufgabe – ist „APAS assistent“. Er wurde von der Firma Bosch entwickelt, das Fraunhofer-Institut hat ebenfalls mitgewirkt und gefördert wurde Schorsch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Roboter übernimmt seit einiger Zeit bei der ISAK gGmbH  (Abkürzung für „Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Körperbehinderte“) die körperlich anstrengenden Arbeiten in der Produktion. Schorsch ist es damit zu verdanken, dass nun auch Menschen in der Montage mitarbeiten können, die mit körperlichen Behinderungen leben und deshalb keine körperlich allzu belastenden Aufgaben übernehmen können. Der neue metallene Kollege bei der ISAK ist Teil des Projekts „AQUIAS“ (die Abkürzung steht für „Arbeitsqualität durch individuell angepasste Arbeitsteilung zwischen Servicerobotern und schwer-/nicht behinderten Produktionsmitarbeitern“). Er ist der erste Roboter in Deutschland, der extra für den Zweck entworfen wurde, mit Menschen zusammenarbeiten und diese am Arbeitsplatz zu unterstützen, die eine Behinderung haben. Mit dem Projekt wollen die Initiatoren die zukünftige barrierefreie Zusammenarbeit von Robotern und Menschen erproben und damit bestenfalls den Weg für einen inklusiveren Arbeitsmarkt ebnen. Wie das im mehr lesen

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VIER FRAGEN AN… Carina Kühne

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Carina Kühne lächelt freundlich in die Kamera.

Carina Kühne hat einen Beruf, von dem viele träumen: Sie ist Schauspielerin. Ihren Durchbruch hatte sie im Jahr 2014 mit „Be my Baby“, einem Film, in dem sie eine junge Frau spielt, die wie sie selbst das Down-Syndrom hat. Seit diesem ersten großen Erfolg in Deutschland darf Carina Kühne immer wieder in neue, verschiedene Rollen schlüpfen. Wenn sie mal nicht vor der Kamera steht, engagiert sich die 32-jährige mit viel Herzblut für die Inklusion. Als Aktivistin hält sie zum Beispiel Vorträge, gibt Interviews zum Thema und bloggt über ihr Leben und das, was sie bewegt. Sie wünscht sich eine Gesellschaft, in der Menschen einander auf Augenhöhe begegnen. Im Interview hat sie uns verraten, was dem aus Ihrer Sicht noch im Weg steht und wo sie Lösungen sieht, um die Barrieren im Kopf – und auch anderswo – abzubauen. #1: Frau Kühne, was bedeutet für Sie Inklusion im Beruf und bei der Arbeit? Inklusion heißt für mich in diesem Zusammenhang: Es ist selbstverständlich, dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Es wäre allerdings erst dann wirklich Inklusion, wenn die Behinderung nicht mehr beachtet würde und keiner mehr als etwas „Besonderes“ darüber sprechen würde. mehr lesen

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VIER FRAGEN AN… Volker Westermann

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Volker Westermann rührt Eier in einer Schüssel an und schaut in die Kamera.

Wenn er nicht gerade mit seiner Frau Iris um die Welt reist, findet man Volker Westermann in der Küche. Als Moderator und Showkoch in der Sendung „dinner for everyone“ hat er unter anderem schon mit Alfred Biolek, Bernhard Hoëcker, Guildo Horn und Ole Plogstedt den Kochlöffel geschwungen und sich mit seinen Gästen ...

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VIER FRAGEN AN… Laura Gehlhaar

Aus der Forschung, Menschen und ihre Geschichten Foto: Schall&Schnabel

Laura Gehlhaar ist im Netz und auch sonst bekannt geworden – und zwar dafür, dass sie sehr unverblümt und ehrlich über ihr Leben mit Behinderung spricht und schreibt. Die 33-Jährige bloggt und hat jetzt auch ein Buch geschrieben. Sie engagiert sich so gegen die vielen Unsicherheiten, Vorurteile und Ausgrenzungen, mit denen sie und viele andere Menschen mit Behinderung sich täglich auseinandersetzen müssen. Wir wollten von der 33-Jährigen wissen: Was könnte aus Ihrer Sicht die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Deutschland weiter vorantreiben? Vier Fragen an Laura Gehlhaar.

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Kompetent – und trotzdem arbeitslos

Allgemein, Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: ARD-Mediathek (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Menschen mit Behinderung einstellen: Zu teuer und zu aufwändig? Das scheinen jedenfalls rund ein Viertel aller beschäftigungspflichtigen Unternehmen in Deutschland so zu sehen, die sich immernoch davor scheuen, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anzubieten. Warum genau das so ist, bleibt ungeklärt, denn nur die wenigsten äußern sich zu diesem Problem.

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Ohne Blatt vor dem Mund

Allgemein, Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: Blog Laura Gelhaar (Stand: 2016) | Bearbeitung: LWL

Ihre Behinderung sei ihr „persönlicher Arschlochfilter”, sagt in bewusst unverblümter Wortwahl die Bloggerin Frau Gehlhaar über sich und ihre Begegnungen mit anderen Menschen. Die Autorin und Redakteurin schreibt, direkt und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, über das Leben, ihre Arbeit und über das, was sie im täglichen Kontakt mit anderen erlebt. Die Begegnungen reichen von angenehm bis anstrengend und Inklusion ist dabei nur eines von vielen Themen. Schließlich ist auch Gelhaars Behinderung nur eine von vielen Facetten, die sie als Mensch ausmachen – das scheinen andere aber manchmal zu vergessen. Fazit: Es macht Spaß, den Blog zu lesen. Die unterhaltsamen Beiträge enthalten außerdem indirekt und ohne erhobenen Zeigefinger Anregungen dazu, wie Menschen auf Augenhöhe miteinander umgehen könnten und sollten – egal, ob sie mit oder ohne Behinderung durchs Leben rollen und laufen. Hier geht es zum Blog: ↗ Frau Gehlhaar

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Alle sind anders

Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: Charta der Vielfalt e. V. | Bearbeitung: LWL

“Anderssein ist keine Hürde, sondern eine große Chance”, könnte der Grundsatz einer Initiative lauten, die sich in Deutschland für eine bessere Unternehmenskultur engagiert: Die Charta der Vielfalt hat sich zum Ziel gesetzt, dafür zu sorgen, dass in Zukunft das Potenzial aller Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder sexueller Orientierung angemessen wertgeschätzt, gefördert und genutzt wird. “Diversity Management” heißt dieses Prinzip in der Fachwelt und in den Personalabteilungen von Unternehmen. Die Idee dahinter: Wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Firma oder Organisation sich gegenseitig schätzen, untereinander gerne Erfahrungen austauschen und ihr Fachwissen ungehindert weitertragen können, fördert das die Kreativität eines Teams – und das wirkt sich wiederum positiv auf die Innovationskraft des Unternehmens aus. Vielfalt beim Personal lohnt sich für Firmen demnach nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, es steigert auch deren Anpassungsfähigkeit an neue Entwicklungen auf den Märkten in Deutschland und der Welt. Wie diese wertschätzende und profitable Unternehmenskultur gestaltet werden kann, wird auf den ↗ Seiten der Charta der Vielfalt genauer erklärt.

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Weit mehr als Rampen und Aufzüge

Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz Screenshot: ZEIT ONLINE | Bearbeitung: LWL

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur den freien Zugang zu Orten und Gebäuden. Genauso ist damit die Teilhabe etwa am Arbeitsleben gemeint, aber auch die Möglichkeit für jeden Menschen, ein eigenständiges Leben zu führen. Welche verschiedenen Facetten Barrierefreiheit hat, darüber schreibt Christiane Link in ihrem Blog „Stufenlos“. Alltäglichkeiten sind bei ihr genauso Thema wie politische Fragen. Die Bloggerin beschränkt sich aber nicht darauf, Mängel aufzuzählen, sondern versucht stets, konstruktive Lösungswege aufzuzeigen. Christiane Link, die selbst mit Rollstuhl lebt, will damit ihren persönlichen Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft leisten. ↗ Zum Zeit-Blog Stufenlos

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Das Online-Magazin ROLLINGPLANET

Aus der Forschung, Fundstücke aus dem Netz Quelle: rollingplanet.net | Bearbeitung: LWL

Um „Behinderte Menschen, Senioren und andere Sensationen“ geht es laut Untertitel auf ROLLINGPLANET, einem Online-Magazin, das von vier Rollstuhlfahrern aus Heidelberg und München gegründet wurde. Unser Linktipp der Woche.

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